Die Landesliga wartet

Aufstieg perfekt gemacht

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Bezirksspielleiter Wolf-Peter Schulte (links) überreicht unter dem Jubel der Spieler dem Kapitän des SC Oberweikertshofen, Julian Matiasovits, den Meisterpokal.

Oberweikertshofen – Unglaubliche Szenen spielten sich nach dem Schlusspfiff auf dem Kunstrasenplatz in Pasing am 25. Mai ab. Während sich die Spieler und Fans des Tabellenführers SC Oberweikertshofen jubelnd in den Armen lagen, hockten die Pasinger Gastgeber enttäuscht und traurig auf dem Boden.

Mit einem 1:0-Sieg verteidigte die Elf von Oberweikertshofens Spielertrainer Florian Hönisch erfolgreich die Tabellenspitze und steigt als Meister direkt in die Landesliga auf. Die Pasinger Gastgeber steigen hingegen neben Gilching und Oberhausen in die Kreisliga ab, Gräfelfing darf noch hoffen in der Relegation. Bezirksspielleiter Wolf-Peter Schulte (Hohenschäftlarn) hatte den richtigen Riecher bewiesen, als er mit der BFV-Urkunde und dem Siegerpokal nach Pasing und nicht nach Aubing anreiste, wo der ärgste Verfolger der Hönisch-Elf, der TSV Grünwald, die Aubinger Gastgeber zwar mit 5:1 abfertigte und vergeblich auf einen Ausrutschter der Hönisch-Elf hoffte.

Mit zwei Bussen war der SCO nach Pasing aufgebrochen. 320 Zuschauer umsäumten den kleinen Kunstrasenplatz in Pasing, nachdem das bestens bespielbare Hauptspielfeld an der Agnes-Bernauer-Straße gesperrt war. Doch wehe, wer dahinter Böses vermutete. Die kunstrasenerprobte Hönisch-Elf ließ sich aber auch davon nicht irritieren. Angefeuert von ihrem Anhang wurde die Auswärtspartie regelrecht zu einem Heimspiel umfunktioniert.

Die Pasinger Zuschauer waren eindeutig in der Unterzahl. Als dann der Hönisch-Elf durch Sebastian Heiß auch noch die schnelle Führung gelang, nahm der SCO relativ schnell das Heft in die Hand. Die Pasinger stemmten sich vehement gegen die drohende Niederlage, teilweise auch mit überhartem Einsatz, doch der Unparteiische hatte die Partie gut im Griff. Für die DJK-Stürmer gab es gegen stabile Abwehr des SCO kein Durchkommen, so dass Oberweikertshofens Schlussmann Christian Horn sein Können nicht wirklich unter Beweis stellen musste. 

Zwei Bälle in der Schlussphase der ersten Halbzeit waren die einzigen erwähnenswerten Aktionen der Gastgeber auf Horns Gehäuse. Dagegen hätte der SCO bereits bis zur Pause für eine Vorentscheidung sorgen können. Heiß erkannte in der 25. Minute, dass Pasings Schlussmann weit vor seinem Tor stand und versuchte es mit einem Heber aus 25 Metern. Der Ball landete knapp neben dem Tor. Ein Freistoß von Maxi Schuch konnte Pasings Torhüter Simon Neugebauer gerade noch zu Ecke klären, als der Ball vorbei an Freund und Feind auf sein Tor zuflog.

In den zweiten 45 Minuten kontrollierte der Tabellenführer das Spiel. Pech hatte Hönisch mit einem Kopfball, der gegen den Pfosten krachte (60.). Aber auch Heiß erhielt eine weitere gute Chance, endgültig für die Entscheidung zu sorgen (68.). Die Elf von Pasings Coach Walter Damasch blieb hingegen weiter im Abschluss schwach. Am Ende ein knapper, aber verdienter Sieg des Tabellenführers aus Oberweikertshofen, der nach dem Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Kreisklasse ein Jahr nach dem 50-jährigen Vereinsjubiläum einen Doppel-Aufstieg feiern kann.

Dieter Metzler

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