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Bittere Schlappe für die Wanderers

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Wanderers stehen vor Liga-Ausschied. © Richard Langnickel

Bitteres Saisonende für die Wanderers Germering: Nach acht Jahren steigt der Verein aus der Eishockey-Bayernliga ab. Die Mannschaft verabschiedete sich mit einer peinlichen 5:6-Niederlage nach Penaltyschießen in Bad Wörishofen aus der Spielzeit.

Germering - Der Kampf um den Klassenerhalt wäre aber auch mit einem Sieg nicht zu gewinnen gewesen. Weil die Konkurrenten aus Schongau zeitgleich mit 8:3 gegen Fürstenfeldbruck gewannen, wären die beiden Teams bei einem Germeringer Erfolg punktgleich über die Ziellinie gegangen. Dann hätte das bessere Torverhältnis auch für Schongau gesprochen.

Spieler waren im Vorfeld wie gelähmt

Diese Ausgangslage war es auch, die seine Mannschaft lähmte, wie Wanderers-Trainer Heinz Feilmeier nach der Niederlage enttäuscht erklärte. „Jeder hat nur daran gedacht, dass wir zweistellig siegen müssen, um im Torverhältnis aufzuholen.“ Dadurch hätten die Spieler die Köpfe nicht frei gehabt und total nervös und gehemmt agiert. Letztlich war aber ohnehin nicht der finale Spieltag ausschlaggebend für den Abstieg.

Fehlendes Engagement und mangelnde Trainingsbeteiligung

Feilmeier trauert vor allem den beiden Niederlagen in den Duellen mit Schongau in der Abstiegsrunde hinterher – zumal man die Kontrahenten in der Vorrunde noch zweimal geschlagen hatte. Daran wird aber auch gleichzeitig das Problem der Wanderers über die gesamte Saison sichtbar. „Bei den beiden Siegen hat nur unsere zweite Reihe die Tore geschossen“, sagt Feilmeier. Darauf hatten sich die Schongauer nun besser eingestellt und den Block mit Trainersohn Tobias Feilmeier und Toptorjäger Florian Fischer aus dem Spiel genommen. Wenn das den Gegnern gelang, waren die Wanderers in dieser Saison meist chancenlos. „Wir waren zu berechenbar“, sagt Coach Feilmeier. Kaum einmal seien andere Spieler in die Bresche gesprungen, wenn es in der zweiten Reihe hakte. Dazu sei fehlendes Engagement und mangelnde Trainingsbeteiligung gekommen. „Wenn ich nur mit zehn oder elf Leuten trainieren kann, können sich keine Automatismen im Spiel einstellen“, sagt der Übungsleiter. Auch von den Nachwuchsspielern, die er vor der Saison in die Mannschaft hatte einbauen wollen, sei mit Ausnahme von Tim Trappmann zu wenig gekommen. Ob die Wanderers den Gang in die Landesliga tatsächlich antreten müssen, hängt vom alljährlichen Sommertheater im Eishockey ab. Gerüchten zufolge könnte die Bayernliga auf 16 Teams aufgestockt werden und Germering als Nachrücker drin bleiben. Schon im vergangenen Jahr waren die Wanderers sportlich abgestiegen, hatten dann aber am grünen Tisch die Liga gehalten.

Ungewisse Zukunft für Trainer Feilmeier

Vom Ausgang der Zitterpartie wird wohl auch die Zukunft von Trainer Feilmeier in Germering abhängen. Der Übungsleiter will nach eigenen Worten erst einmal eine zwei- bis dreiwöchige Auszeit nehmen, um sich von der belastenden Spielzeit zu erholen. „Danach müssen wir schauen wie es in der Liga weitergeht und uns zum Gespräch zusammensetzen.“

Andreas Daschner

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