Presskonferenz: Information des TuS über die zukünftige Entwicklung

TuS Handballer suchen Hauptsponsor

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Pressekonferenz-Premiere für TuS-Handball-Manager Alexander Raff (re.), der gemeinsam mit Trainer Martin Wild einen Ausblick auf die neue Saison gab.

Fürstenfeldbruck – Am 29. August starten die TuS-Handballer beim TV Gelnhausen in die zweite Saison in der 3. Liga. Beim ersten Heimspiel kommt es am 5. September, auch gleich schon zum ersten Topspiel der neuen Saison, wenn die Brucker das einstige deutsche Aushängeschild, den sechsfachen Deutschen Meister TV Großwallstadt, in der Wittelsbacher Halle empfangen.

Auch wenn die Mannschaft von Trainer Martin Wild, die nach dreijähriger Abstinenz im vergangenen Jahr in die dritte Liga zurückgekehrt war, den Klassenerhalt erst über den Umweg der Relegation schaffte, boomte der Handball in der Kreisstadt. Mit ihren mitreißenden Spielen lockte das Wild-Team viele neue Handballfreunde in der Wittelsbacher-Halle. „Wir hatten im Durchschnitt 700 Zuschauer“, teilte Alex Raff mit. „Seitdem ich beim TuS Handball spiele, hat es das in Bruck noch nicht gegeben“, und Raff spielte bereits seit dem achten Lebensjahr in Bruck Handball. Da teilweise die Halle „aus allen Nähten platzte“, bietet der Verein heuer erstmals einen Vorverkauf (Modehaus Fuchsweber) an. Der Kartenvorverkauf für das Spiel des Jahres gegen aus der zweiten Bundesliga abgestiegenen TV Großwallstadt läuft bereits auf Rekordniveau. Auch das bayerische Fernsehen hat sich angekündigt und will Ausschnitte zeigen.

Wie sich das Team von Trainer Wild im zweiten Jahr nun in der dritten Liga zusammensetzt und erfolgreich behaupten will, das erläuterten Wild und der neue Manager der TuS-Handballer, Alexander Raff, am 14. August im Rahmen einer Pressekonferenz im Brucker Modehaus Fuchsweber. „Wir bauen in erster Linie auf den Kader der vergangenen Saison“, teilte der 34-jährige Raff mit, der seit Mai das Amt als Mannschaftsverantwortlicher von seinem Vater Erich Raff „geerbt“ hat. Raff sen., der inzwischen als zweiter Bürgermeister der Kreisstadt politisch Karriere macht, war über viele Jahre die Institution bei den TuS-Handballern und hat entsprechende Fußstapfen hinterlassen. Ganz aus dem operativen Geschäft will sich Raff sen. aber noch nicht zurückziehen, sondern seinen Sohn mit seiner Erfahrung unterstützen. Überhaupt soll die Abteilungsarbeit zukünftig auf mehrere Schultern verteilt wird.

Mit Philipp Ball (Anzing), Sebastian Scovenna (Argentinien), Tizian Maier (Friedberg) sowie Vitus Batzer und Fabian Almendinger (A-Jugend SC Unterpfaffenhofen-Germering) hat Raff bisher fünf Neuzugänge geholt. „Wir haben aber unsere Personalplanungen noch nicht abgeschlossen“, teilte Raff mit. Im Gegenzug haben mit Markus Dangers, Josy Stumpf (beide nach Balingen), Falk Kolodziej (zum Liga-Konkurrenten Bad Neustadt) drei Spieler dem Verein den Rücken gekehrt. Zudem hat Abwehrchef Andreas Kraus seine Karriere beendet. „Die Mannschaft hat mit tollem Handball in Bruck und Umgebung für viel Begeisterung gesorgt“, sprach Trainer Wild, der nebenbei an seiner sportlichen Karriere weiter „gebastelt“ hat und die B-Lizenz als Lehrgangsbester erworben hat, seiner Mannschaft für die vergangene Saison, wie er sich ausdrückte, „etwas kuriosen Klassenerhalt“ ein großes Kompliment aus. Auch die neue Saison, nunmehr in der 3. Liga Ost, sieht Wild sehr realistisch. „Eine Einschätzung fällt mir relativ schwer“, so Wild.

Obwohl der TuS in Südbayern die erste Kraft im Männerhandball ist, fehlt der Mannschaft erneut ein Hauptsponsor. Die Germeringer Firma DocuWare zog sich wieder zurück, „obwohl wir alle Auflagen des Sponsors nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen haben.“ Der Spielbetrieb sei aber gesichert, versicherte Raff. Einige Partner im Sponsorenkreis haben ihr Engagement erhöht, einige neue kamen hinzu, informierte der Abteilungsleiter, aber er gestand auch ein, dass ein Hauptsponsor vieles vereinfachen würde. „Wenn ich da an die anderen Mannschaften in der Liga denke, die verfügen über einen ganz anderen Etat.“ Hinzu gesellt sich ein weiteres Ärgernis. Durch die Liga-Einteilung sei man bereits Meister, so Ex-Manager Erich Raff, womit er auf die 11.900 zu den 15 Auswärtsspielen zurücklegenden Kilometern einging. Die anderen Vereine kämen gerade einmal im Durchschnitt auf 6050 Kilometer. Einem vom TuS bei der Handball-Tagung beantragten Zuschuss erteilte der Verband eine Absage. 

Dieter Metzler

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