Handball in der 3. Bundesliga

Nach weiterem Panther-Sieg: Handballer träumen von Meisterschaft

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Vor der gigantischen Kulisse von fast 1.000 Zuschauern in der ausverkauften Wittelsbacher Halle siegten die Panther gegen Verfolger Balingen und wecken damit Meisterschaftsträume.

Fast 1.000 Zuschauer feierten in der Wittelsbacher Halle den nächsten Panther-Sieg gegen Balingens Erstligareserve. Nach dem 37:31 (20:18) im Topspiel gegen den Tabellenvierten sprach Trainer Martin Wild erstmals von der Meisterschaft und dem Aufstieg. Noch gilt es aber, viele Hausaufgaben zu machen.

Fürstenfeldbruck - Nach dem neuerlichen Erfolg gegen Balingen könne er sich natürlich nicht mehr hinstellen und sagen, dass es schön wäre, am Ende Fünfter zu werden, sagte Wild nach dem überzeugenden Sieg seiner Brucker Drittliga-Handballer. „Natürlich wollen wir oben bleiben, und natürlich wollen wir Meister werden“, erklärte der Übungsleiter. Sportlich werde man alles daransetzen, das vielleicht Verrückteste wahr werden zu lassen, was Handball-Deutschland jemals gesehen hat: Den Aufstieg einer Mannschaft mit einem 100.000 Euro-Etat. Mit diesem Budget gelten die Brucker schon in der 3. Bundesliga als graue Maus. Eine Klasse höher muss natürlich mehr Geld her. Mindestens verdreifachen müsse man den Etat, so Wild. Alleine die Fahrtkosten würden in der 2. Bundesliga schon explodieren. Sportliche Verstärkungen für das Team seien dabei gar nicht eingeplant. 

Während die Panther hinter den Kulissen fieberhaft daran arbeiten, das Geld aufzutreiben, läuft es sportlich wie geschmiert. Die Mammutkulisse in der Wittelsbacher Halle bekam das erwartete Spitzenspiel zu sehen – ohne dabei übermäßig um den Sieg ihrer Brucker zittern zu müssen. Balingen spielte alles andere als schlecht auf. Wirklich gefährden konnten sie die fast schon beängstigend dominant spielenden Panther aber nicht. Aus einer überragenden Mannschaftsleistung ragten zwei Panther noch einmal heraus: Torhüter Michael Luderschmid stach sein Balinger Gegenüber mit einigen wichtigen Paraden vor allem in der ersten Halbzeit aus. 

Meisterschaft - Aus der Vision wird ein Ziel

In der Offensive zeigte Alexander Leindl ein Wahnsinnsspiel und erzielte überragende zehn Tore. „Es macht einfach Spaß, in so einem Spiel zu spielen“, sagte der Rückraumspieler, der von seinen Mannschaftskollegen als wertvollster Spieler der Partie gefeiert wurde. Wild lobte indessen das konstant gute Niveau, auf dem seine Panther mittlerweile agieren – und das, obwohl sie in der Abwehr diesmal gar nicht ihre beste Leistung ablieferten. Weil die Angriffsmaschinerie aber wie geölt lief, musste sie das auch gar nicht. Mit schnellen Gegenstößen brachen die Brucker den Gästen kurz nach der Pause frühzeitig das Genick und sorgten dafür, dass aus Wilds Vision von der 2. Bundesliga nun ein konkretes Ziel geworden ist. 

Andreas Daschner

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