Schwer greifbare Niederlage

Kein Sahnehäubchen für die Panther: Niederlage in Wilhelmshaven - 32:35

Johannes Stumpf von TuS Panther Fürstenfeldbruck auf Handball Feld
+
Johannes Stumpf zeigte als Vertreter des verletzten Spielmachers Falk Kolodziej ein gutes Spiel (Archivbild).
  • Miriam Kohr
    VonMiriam Kohr
    schließen

Fürstenfeldbruck – Die Panther haben es nicht geschafft, nach ihrem Sensationssieg gegen Gummersbach eine Kirsche auf das Sahnehäubchen zu setzen.

In Wilhelmshaven mussten die Brucker TuS-Handballer ohne sechs wichtige Spieler auskommen. Trotzdem lieferten sie an der Nordsee einen großen Kampf ab, der beim 32:35 (15:17) aber nicht belohnt wurde.

Falk Kolodziej, Tobias Prestele, Alexander Leindl, Benedikt Hack, Felix Kerst, Cedric Riesner – die Liste der Ausfälle, mit denen Panthercoach Martin Wild kämpfen muss, ist beachtlich. In den sozialen Netzwerken regierte vor der Partie bereits der Galgenhumor: Es war zu lesen, dass das Lazarett mittlerweile stärker besetzt sei, als der verbliebene Kader. Immerhin konnte Tim Kaulitz wieder spielen und meldete sich nach seinem Mittelhandknochenbruch gleich wieder mit sieben Toren zurück.

Ausfälle gut kompensiert

Die Sorge aus den sozialen Netzwerken, dass die Ausfälle kaum zu kompensieren seien, bestätigte sich in Wilhelmshaven indessen nicht. Im Gegenteil: Die Panther zeigten einmal mehr ihre Moral und hatten die Partie in der ersten Halbzeit sogar lange Zeit fest im Griff. Johannes Stumpf lenkte das Spiel anstelle des verletzten Kolodziej gut und setzte seine Mitspieler immer wieder stark in Szene. Dazu war er auch sechsmal selbst erfolgreich.

„Die Niederlage ist gerade schwer zu greifen.“ 

TuS Panther Trainer Martin Wild

Am Ende war Wild bei der Ursachenforschung daher auch ein wenig ratlos: „Die Niederlage ist gerade schwer zu greifen.“ Letztlich konnte der Übungsleiter das Geschehen aber auf acht Minuten herunterbrechen – jene acht Minuten nach der Pause, als Wilhelmshaven von einer 5:1- auf eine defensivere 6:0-Abwehr umstellte. „Damit haben wir uns schwerer getan“, sagt Wild.

Der Weg für die Zuspiele an den Kreis, die im ersten Durchgang noch so blendend funktioniert hatten, war nun verstellt. Und aus dem Rückraum fehlte einigen Panthern – trotz sieben Treffern bei ebenso vielen Versuchen von Kapitän Korbinian Lex – das Wurfglück. Yannick Engelmann traf nur zwei seiner sechs Würfe, Sebastian Meinzer war gleich bei allen vier Versuchen erfolglos. „Es ist ein Balance-Akt zwischen schnellem Spiel und Hektik“, sagte Wild. „Wir waren in der Phase zu hektisch.“

Moral bis zum Schluss

Das legte sich zwar wieder, und die Panther zeigten einmal mehr ihre unfassbare Moral. Trotz des Sieben-Tore-Rückstands steckten sie nie auf und kämpften sich bis zwei Minuten vor Schluss noch einmal auf 31:33 heran. Zu mehr reichte es aber nicht. „Wir haben unsere Abwehr nicht mehr stabilisieren können“, sagte Wild. Da nutzten vor allem die starken Vedran Delic und Tobias Schwolow auf Wilhelmshavener Seit immer wieder aus. Am Ende konnte Wild nur konstatieren: „Schade, wir waren nahe dran. Aber in einem solchen Spiel müssen wir noch konsequenter sein.“
Andreas Daschner

Auch interessant

Kommentare