Zuhause eine Macht

Panther gewinnen auch sechstes Heimspiel

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Gegen Hochdorf gewann der TuS Fürstenfeldbruck (dunkle Trikots) auch das sechste Heimspiel des Jahres 2018.
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Sechs Siege in sechs Heimspielen: Das ist die perfekte Heimbilanz der Drittliga-Handballer des TuS Fürstenfeldbruck im Jahr 2018. Daran konnten auch das wieder erstarkte Hochdorf beim 30:29 (14:14)-Sieg der Panther nichts ändern.

Fürstenfeldbruck - Mit knapp 500 Zuschauern war der Pantherkäfig gegen den Tabellenvorletzten diesmal ungewohnt überschaubar besucht. Die anwesenden Anhänger bekamen dafür einen echten Krimi geboten, der erst eine halbe Sekunde vor Schluss entschieden wurde – von einem Spieler, der heuer eigentlich nur noch als Notnagel dient. 

Brucker Reserve in der Oberliga wird zum Glücksbringer

Christian Haller hatte seine Drittligakarriere vor der Saison bereits beendet und läuft seitdem in erster Linie für die Brucker Reserve in der Bezirksoberliga auf. Mit der zweiten Garde feierte er kurz vor der Partie gegen Hochdorf die Meisterschaft – und half dann, wie schon einige Male in dieser Spielzeit, bei der personell etwas geschwächten ersten Mannschaft auf. Bei seinen Einsätzen hat sich Haller zu so etwas wie einem Glücksbringer für den TuS entwickelt. Jedes Mal, wenn er im Kader stand, blieben die Panther siegreich. So auch gegen Hochdorf wieder. Diesmal spielte Haller dabei sogar eine entscheidende Rolle. Beim Stand von 29:28 für den TuS war noch rund eine halbe Minute zu spielen. 

Der Pass zu Haller war nur eine Option

Die Schiedsrichter zeigten ein Brucker Zeitspiel an. Ein schneller Abschluss mit Torerfolg musste her, ansonsten hätte Hochdorf die Chance zum Ausgleich auf dem Silbertablett serviert bekommen. TuS-Coach Martin Wild nahm eine Auszeit und dachte sich einen Trickspielzug aus, an dessen Ende der an diesem Abend überragende Alexander Leindl den Treffer erzielen sollte. Der letzte Pass landete aber nicht bei Leindl, sondern bei Haller, der beherzt das 30:28 warf – die Vorentscheidung. Nach dem Schlusspfiff gab sich der Held des Spiels bescheiden: „Ich bin einfach nur glücklich gestanden und musste den Ball nur noch reinwerfen.“ Ganz zufällig war das Leder dann aber doch nicht bei ihm gelandet. Wild erklärte nach der Partie, dass Haller Option Nummer zwei war, „falls der Ball nicht bei Leindl ankommt.“ Vor der dramatischen Schlussszene hatte sich eine enge Partie entwickelt, in dem sich beide Teams zu keiner Zeit so recht absetzen konnten. 

Panther mussten auf zwei wichtige Abwehr-Strategen verzichten

Auf Brucker Seite glänzten dabei vor allem Sebastian Meinzer und Leindl mit je acht Toren. Die Hochdorfer bestätigten indessen, dass sie nicht der typische Tabellenvorletzte sind, sondern nur durch Verletzungsprobleme während der Hinrunde unten rein rutschten. Seit vier Leistungsträger wieder im Kader stehen, läuft es bei den Pfälzern wieder besser. Stellvertretend dafür steht Tim Götz, einer der Rückkehrer aus dem Lazarett. Er erzielte 13 Treffer und war von der TuS-Defensive nie zu kontrollieren. Allerdings musste Wild mit dem erfolgreich am gerissenen Kreuzband operierten Yannick Engelmann und Tobias Prestele aber auch auf zwei wichtige Abwehr-Strategen verzichten. Angesichts dessen war der Panther-Coach mit der Leistung seiner Defensivreihen sehr zufrieden.

Andreas Daschner

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