HCD Gröbenzell im Freudentaumel

Gröbis feiern nach Sieg gegen SV Wolfschlugen vor fast 250 Zuschauern die Meisterschaft

Damen des HCD Gröbenzell schießen mit Trainer Weidinger ein Siegerfoto nach Handballspiel
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Einen guten Grund für ein Siegerfoto hatten die Frauen des HCD Gröbenzell – die Meisterschaft war nach dem Sieg gegen Wolfschlugen geglückt.
  • Dieter Metzler
    VonDieter Metzler
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Gröbenzell – Der HCD Gröbenzell hat in der gesamten Saison der Corona-Krise getrotzt und hat sich trotz zahlreicher Widrigkeiten einen Traum erfüllt. Mit einem 27:15 (12:11)-Erfolg im Nachholspiel und zugleich letzten Saisonspiel über den Tabellenvierten TSV Wolfschlugen feierte die Mannschaft von Trainer Stefan Weidinger am Mittwochabend vor 243 Zuschauern die Meisterschaft.

Ein Punkt hätte gereicht, um knapp die Nase vor der Konkurrenz aus Allensbach und Haunstetten zu haben. Aber letztlich verteidigten die Gröbis mit dem Sieg auch noch ihre blütenweiße Heimbilanz. Die Wildmooshalle war in dieser Saison für die Gäste uneinnehmbar.

Viel Lob von den Trainern

„Eine klasse Leistung einer tollen Mannschaft auf und neben der Platte“, lautete das kurze, aber treffende Saison-Fazit von Co-Trainer Harald Fischer. Und auch Weidinger hat für sein Team viel Lob übrig. „Ich bin mega zufrieden und stolz wie die Mädels unter diesen Voraussetzungen die Saison gespielt haben. Zahlreiche Leistungsträger fielen immer wieder aus wie beispielsweise Verena Obermeier, Beatrice Mazzucco oder Christine Königsmann. Das alles hat die Mannschaft kompensieren können und unter dem Aspekt hat sie eine wahrlich überragende Saison gespielt und sich mit der Meisterschaft belohnt.“

 „Die Mannschaft war doch sehr nervös“

HCD Gröbenzell Trainer Stefan Weidinger zu den ersten Minuten des Spies

Der letzte Saisonauftritt der Gröbis war in den ersten 30 Minuten allerdings zunächst alles andere als meisterlich. „Die Mannschaft war doch sehr nervös“, stellte Weidinger fest. Kurzfristig war auch noch Saskia Putzke ausgefallen. Zwar gerieten die Weidinger-Mädels nie in Rückstand, aber bis zur Pause blieb die Partie eine enge Kiste. Es gelang der Mannschaft zunächst nicht, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Der HCD geriet zwar nicht einmal in Rückstand, konnte die Gäste aber auch nicht wirklich abschütteln. Mit einem Ein-Tore-Vorsprung ging es in die Halbzeitpause.

Nur vier Gegentore in 2. Hälfte

Die HCD-Anhänger unter den 243 Zuschauern glaubten aber fest an ihre Mannschaft und fieberten dem zweiten Durchgang entgegen. In diesem besannen sich die Gröbis auf ihre Tugenden und sorgten innerhalb von sechs Minuten für die Entscheidung in diesem finalen Showdown. Die Abwehr trat nun stark verbessert auf mit einer überragenden Theresa Bauer im Tor. Nur vier Gegentore im zweiten Durchgang sprechen eine deutliche Sprache.

Treffer in Serien

Zwischen der 36. und 42. Minute zogen die Gröbis dann mit fünf Toren in Serie von 13:12 auf 18:12 davon. Der Widerstand der Gäste aus Wolfschlugen war gebrochen. Sie fügten sich in die drohende Niederlage, die dann doch noch recht deutlich ausfiel. Das zeigte sich vor allem in den Schlussminuten, als den Gröbis nochmals sechs Treffer in Serie gelangen. Am Ende wurde aus dem knappen Halbzeitvorsprung von nur einem Treffer ein satter Zwölf-Tore-Vorsprung.

Große Feier folgt noch

Dann glich die Wildmooshalle einem Tollhaus. „Es ist erstaunlich und erfreulich, dass unter der Woche so viele treue Zuschauer den Weg zu uns gefunden haben“, freute sich Weidinger. „Natürlich haben wir ein wenig gefeiert, aber nicht im großen Stil. Schließlich muss jeder am nächsten Tag wieder seinen Verpflichtungen nachgehen. Aber ich bin mir sicher, es wird noch eine Meisterschafts-Party geben.“
Dieter Metzler

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