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Herrschinger zu dominant – SCUG steigt in die Bezirksoberliga ab

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In den nächsten Wochen werden die Weichen für die neue Saison gestellt.
In den nächsten Wochen werden die Weichen für die neue Saison gestellt. © priv

Germering - Jetzt ist es amtlich: Nach der 28:23 Niederlage in Herrsching steht der Abstieg des SCUG endgültig fest. Das letzte Saisonspiel in Gundelfingen, am kommenden Sonntag, wird somit bedeutungslos.

Insgesamt 29 Spieler kamen beim TSV Herrsching laut eigener Aussage in seinem Hallenheft in dieser Landesliga Saison bereits zum Einsatz. Damit sind sicherlich auch einige Ausreißer bei ihren Spielergebnissen zu erklären. Im entscheidenden Match gegen den SCUG hatten sie aber, wie schon am Sonntag gegen Spitzenreiter Allach, alles aufgeboten was Rang und Namen hat. Immerhin benötigte auch Herrsching noch mindestens einen Punkt, um den Klassenerhalt sicherzustellen. In Bestbesetzung über die ganze Saison wären die Herrschinger wohl eher ein Meisterschaftskandidat gewesen. Beim SCUG hingegen fiel neben den Langzeitverletzten kurzfristig auch noch der zuletzt überragenden Spielmacher Lukas Donaubauer aus.

Das Spiel nahm dann einen wenig überraschenden Verlauf. Herrsching drückte mächtig aufs Tempo und schloss seine ersten fünf Angriffe alle erfolgreich ab. 5:2 stand es so nach gut fünf Minuten. In der Folgezeit fand sich die Abwehr der Gäste und konnte den Angriffswirbel besser unterbinden. Eine minutenlange Torflaute der Gastgeber konnten sie jedoch nicht nutzen, da sie selber mehrfach gute Chancen vergaben. Lediglich einen weiteren Treffer konnten sie erzielen, ehe die Trainerbank in der 20. Minute beim Stand von 9:3 die erste Auszeit zog. Danach kam man auch wieder selber zu Toren. Der 14:8 Rückstand zur Halbzeit sprach allerdings schon eine deutliche Sprache.

Germeringer gaben weiterhin ihr Bestes

In der zweiten Halbzeit übernahm für den SCUG dann der eigentlich schon länger angeschlagene Pascal Knoller die Spielmacherrolle. Durch seine Präsenz kam nun mehr Struktur in die Angriffsaktionen der Gäste. Zudem zeigte die Abwehr und Torwart Mika Kroll eine tolle Moral. Tobias Lachnit lieferte sich mit Marcus Hoffmann packende Duelle und ließ ihn kaum mehr zur Geltung kommen. Gefährden konnten die Gäste den TSV Herrsching allerdings nicht mehr. Immer wenn man wenigstens bis auf vier Tore dran war, konnten die Gastgeber, nun meist über die Außenpositionen, wieder nachlegen. In der zweiten Hälfte haben die Handballer aus Germering wirklich alles gegeben und waren ein ebenbürtiger Gegner.

Das letzte Saisonspiel der Germeringer, am Sonntagmittag um 13 Uhr beim TV Gundelfingen (Halle im württembergischen Sontheim), ist nun bedeutungslos. Eine lange, kräfte- und nervenaufreibende Landesliga Saison geht damit zu Ende. Ein ganz großer Dank an die enorme Fanunterstützung – auch in Herrsching waren wieder an die 100 lautstarke Supporter des SC Unterpfaffenhofen dabei.

Auch wenn die Verantwortlichen intern bereits Pläne für die Spielzeit 2022/23 geschmiedet haben, wollen sie und die Aktiven jetzt alles sacken lassen. In den nächsten Wochen werden die Weichen für die neue Saison gestellt. Unter anderem gibt es ja auch noch die Verabschiedung der Trainer und, zu gegebener Zeit, dann auch die Regelung der Nachfolge auf der Trainerbank.

red

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