Ju-Jutsu Benefizlehrgang für einen guten Zweck – 2 500 Euro an die Stiftung für Kinder mit seltenen Erkrankungen 

80 Judoka beim SCUG unterstützen kranke Kinder 

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Ju-Jutsu für einen guten Zweck. 

Germering. Was gibt es schöneres, als Ju-Jutsu für einen guten Zweck? – Natürlich nichts. Umso besser, dass der Benefizlehrgang der Ju-Jutsu Abteilungen des SV Esting und des SC Unterpfaffenhofen-Germering zu einer alljährlichen Tradition geworden ist. Zum diesjährigen Lehrgang am 8. Mai fanden sich über 80 Ju-Jutsuka aus Bayern ein.

Referenten waren Mike Lenzer (3. Dan) vom PSV München, Hans Sperl (5. Dan) vom TSV Oberhaching sowie die Zumba-Lehrerinnen Bettina Layes-Hildenbrand und Anna Ljungholm. Unterstützt wird dieses Jahr die Stiftung für Kinder mit seltenen Erkrankungen. „Kindness for Kids“ ist eine 2003 gegründete gemeinnützige Stiftung, die ihren Sitz in München hat. Sie kümmert sich um Kinder mit seltenen Erkrankungen und ihren Familien, darüber hinaus finanziert sie wissenschaftliche Projekte und unterstützt Fortbildungen, Familienschulungen, Kongresse und Symposien. Nach den einleitenden Worten von Dr. Anja Frankenberger, der anwesenden Vertreterin der Stiftung, stand noch eine besondere Ehrung an: Joseph Riedmaier wurde für seine langjährigen Verdienste um das Ju-Jutsu der 5. Dan verliehen.

 Im Anschluss daran ging es an das Aufwärmen. Traditionell wurde hierbei wieder über den Tellerrand hinaus geblickt: mit einer Zumba-Einheit brachten Bettina und Anna die Ju-Jutsuka ordentlich ins Schwitzen. Und mithilfe der rhythmischen Musik konnte am Ende sogar der eine oder andere vermeintlich Hüftsteife mit einem sexy Hüftschwung auftrumpfen. Danach übernahm der Polizeireferent Mike Lenzer, dessen Einheit sich mit Selbstverteidigung in der Praxis beschäftigte. Dabei ging es zunächst um die Entstehung eines Konflikts. Dieser beginnt mit Blickkontakt, in der Regel folgt eine verbale Auseinandersetzung, bevor es dann zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommt. Daher ließ Mike zuerst die richtige Körperhaltung – leicht nach vorne gebeugt mit offenen Händen – üben, während man von seinem Partner als Aggressor zunächst verbal, danach auch körperlich attackiert wurde. Um Stresssituationen zu simulieren, nahm der Referent Schwimmnudeln und Tennisbälle zur Hilfe. Damit wurde man von mehreren Angreifern traktiert, ehe einer davon schließlich zum Angriff überging. „Ganz wichtig ist, dass man das Kopfkino ausschaltet.“ betonte Mike zum Schluss. 

Man solle keine perfekte Konfliktlösung im Hinterkopf haben, sondern sich die vielen möglichen Szenarien vergegenwärtigen, um in der Lage sein zu können, situationsabhängig zu reagieren. Anschließend präsentierte der Prüfungsreferent Hans Sperl einige ausgewählte Stockzaubereien. Gewohnt souverän ließ er den einen oder anderen auf der Matte staunen, was es nach der Stockabnahme für Möglichkeiten gibt, den Partner zu hebeln, zu werfen oder mit Atemis in Schach zu halten. Die Bilanz dieses Nachmittags waren viel Spaß mit Schwimmnudeln, Tennisbällen und mit Stöcken verknotete Arme, eine Dan-Verleihung sowie eine Spende von 2.500 Euro an „Kindness for Kids“. Ein großer Dank geht an die Referenten, die unentgeltlich tolle Trainingseinheiten gestalteten sowie an alle Teilnehmer und die großzügigen Spender, die alle zu einem gelungenen und erfolgreichen Benefizlehrgang beitrugen.

Kristina Kissel 

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