Bei Gluthitze bewiesen 35 Kinder und 15 Erwachsene aus Alling, Neuaubing, München und Eichenau eiserne Disziplin 

Eichenauer Judoka luden zu einem Judowochenende ein 

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Techniktraining beim Judo-Trainingswochenende in Eichenau. 

Eichenau -  Eichenauer Judoka  luden  das erste Mal seit neun Jahren zu einem Judowochenende ein. Bei Gluthitze bewiesen 35 Kinder und 15 Erwachsene aus Alling, Neuaubing, München und Eichenau eiserne Disziplin in ihren dicken Judoanzügen. 

„Hajime.“ Das japanische Wort für „Anfang“ zischt durch die Eichenauer Budriohalle. Gerade noch standen sich die Kämpfer reglos gegenüber. Kaum ist das Kommando zum Start ertönt, kommt Leben in die Judoka. Sie greifen an, packen den Gegner am Revers oder am Ärmel, versuchen zu hebeln, werfen, würgen. Die Kampfeinheiten gehören zum Trainingswochenende, zu dem die Eichenauer Judoka eingeladen haben – das erste Mal seit neun Jahren. 

Bei Gluthitze beweisen 35 Kinder und 15 Erwachsene aus Alling, Neuaubing, München und Eichenau eiserne Disziplin in ihren dicken Judoanzügen.  In der Halle ist es brütend heiß, trotzdem üben sich die Sportler in Ehrgeiz und Fleiß – die Braun- und Schwarzgürtler ebenso wie die Sechs- und Siebenjährigen, die noch keine Gürtelprüfung absolviert haben. „Wir lernen super Tricks“, sagt ein 13-Jähriger mit orangenem Gurt. Griffe, für die im wöchentlichen Techniktraining am Dienstagabend meist keine Zeit sei. „Ihr müsst den Partner zusammenfalten“, rät Robert Ettmüller, der die Eichenauer seit langem trainiert. „Drehen und falten.“ 


Jeweils dreimal eineinhalb Stunden verbessern die Teilnehmer konzentriert Bodentechniken, Würfe und Fallübungen, unterbrochen von freien Spielzeiten. „Beim Judowochenende steht der Spaß im Vordergrund“, sagt Ettmüllers Kollege Holger Smolinsky. Keine Kampfrichter, keine Tränen wegen eines verlorenen Kampfes. Die Eichenauer richten jedes Jahr auch ein eintägiges Turnier aus, bei dem schon mal Enttäuschungen verkraftet werden müssen. Diesmal aber ist davon nichts zu spüren. 

Für die Pause haben die Trainer eine Wasserbombenschlacht und für Samstagabend eine Nachtwanderung organisiert, bevor in der Turnhalle der Starzelbachschule im Schlafsack genächtigt wird – auf großen Weichbodenmatten. 

Ellen Draxel 


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