Fünf Kampfsportler nahmen an den Baden-Württembergischen Meisterschaften teil 

Kickboxer vom Fight-Club Olching beim World Kickboxing vertreten 

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Der stolze Trainer Anto Dakic (v. li.) mit seinen Schützlingen Florian Sulejmani und Andrija Begic, sowie Jetmir Krasniqi (vorne)

Olching – Wieder einmal machten die Kickboxer vom Fight-Club Olching von sich reden. Mit Weltmeister Florian Sulejmani, Thomas Schuster, Andrija Begic, Jetmir Krasniqi und Willi Hastreiter nahmen gleich fünf Kampfsportler an den Baden-Württembergischen Meisterschaften der World Kickboxing and Karate Union (WKU) am 22. Februar in Winterbach teil. Anto Dakic, ihr Kickbox-Trainer und Inhaber der Olchinger Kampfschule ist mächtig stolz auf seine Schützlinge.

  „Sie haben den Fight-Club Olching gut vertreten“, freute sich Dakic über den erfolgreichen Auftritt seiner noch sehr jungen Kickboxer-Garde. Dem 18-jährigen Sulejmani, der heuer das Abitur macht, traut Dakic gar eine Karriere als Profi zu. Schon als 16-Jähriger wurde Sulejmani 2012 in Orlando/USA Weltmeister. Bei den Württembergischen Meisterschaften ging Sulejmani gleich zweimal erfolgreich an den Start, im Leichtkontakt und im K1-Vollkontakt. Pech hatte der 21-jährige Thomas Schuster, der gleich seinen ersten Kampf knapp nach Punkten verlor. Noch trauriger war der 20-jährige Andrija Begic, der nach einem Tiefschlag verletzt ausschied und damit alle Hoffnungen auf mehr frühzeitig begraben konnte. Besser lief es für den 19-jährigen Jetmir Krasniqi, der sich erst im Finale knapp nach Punkten seinem Gegner geschlagen geben musste. „Der zweite Platz im Leichtkontakt ist ein Riesenerfolg für Krasniqi“, zeigte sich Dakic aber hochzufrieden mit der Leistung von Krasniqi. Für den erst 14-jährigen Willi Hastreiter, der bereits in diesem jungen Alter zum Wettkampfteam des Fight-Clubs Olching zählt, stellte die Teilnahme an den Württembergischen Meisterschaften eine Wettkampf-Premiere dar. 

Die erfolgreiche Teilnahme an solchen nationalen Meisterschaften sei insbesondere letztlich auch wichtig für eine Weltmeisterschafts-Teilnahme, erläuterte Dakic. „Die Kickboxer erhalten je nach ihren Erfolgen Punkte zugesprochen, die wiederum für eine Nominierung im deutschen Nationalkader ausschlaggebend sind.“ Die nächste WKU-Weltmeisterschaft findet heuer vom 25. bis 31. August in London statt. Anto Dakic, der hauptberuflich ein Haustechnik-Unternehmen für Heizung und Sanitär in Olching führt, bricht eine Lanze für das Kickboxen, das in der Gesellschaft mehr einen gespalteten Ruf genießt.

 Nur wenige mögen die Sportart, andere akzeptieren sie und bei vielen steht sie in Verruf. Dies liegt womöglich an der fehlenden Tradition der Sportart: Sie entwickelte sich erst in Amerika im 20. Jahrhundert aus asiatischen Formen des Kampfsports. Man kämpft mit Händen und Füßen. Dakic kann die Zweifel in der Bevölkerung nicht nachvollziehen. „Ein Kampfsportler hat Respekt vor dem Gegenüber und seinen Körper unter Kontrolle. Er würde in der Regel nie außerhalb des Trainings oder der Meisterschaft seine Kampfkünste anwenden.“ Dakic betont: „Wer das tut, gehört nicht dazu und wird sofort ausgeschlossen. Ausnahmen gibt es überall, und nur deswegen gerade die ganze Institution anzugreifen, ist falsch.“ Kickboxen sei ein Zweikampf, bei dem man den ganzen Körper brauche. Man bleibe beweglich, müsse mental stark sein, Kraft, Ausdauer und eine gute Technik haben, so der Trainer. Natürlich tragen die Erfolge zum besseren Image des Sports insgesamt und nicht zuletzt des Fight Clubs Olching bei, hofft Dakic, dass für den Kampfsport und seinen Club noch mehr junge Sportlerinnen und Sportler Interesse zeigen (www.kickboxen-olching.de). 

Dieter Metzler

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