Niederlage in Wildmooshalle

Kein Sahnetag für Gröbenzeller Damen

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500 Zuschauer feuerten ihr Team an.

In der 2. Bundesliga weht ein kräftigerer Wind als in der 3. Liga. Das bekamen die Handballerinnen des HCD Gröbenzell gleich bei ihrer Zweitliga-Premiere am Sonntagnachmittag in der Wildmooshalle zu spüren. Vor 500 Zuschauern verlor die Mannschaft von Trainer Hendrik Pleines ihr Auftaktspiel gegen den FSG Mainz/Budenheim am Ende mit 24:32-Toren (11:16) doch recht deutlich. Nach dem ersten Spieltag finden sich die „Gröbis“ damit auf dem 14. und vorletzten Tabellenplatz wieder.

Gröbenzell – Zufrieden sei das falsche Wort, sagte dann auch Pleines unmittelbar nach Spielende bei der erstmals anberaumten Pressekonferenz im Foyer der Halle. „Aber ich bin nicht unzufrieden. Wir wussten, dass es trotz der intensiven Vorbereitung schwer werden wird. Nur wenn wir einen Sahnetag erwischt hätten und unsere Gäste uns als Aufsteiger zugleich vielleicht unterschätzt hätten, wäre womöglich eine Überraschung drin gewesen.“

Supergau Knieverletzung

Doch Pleines ging es an diesem Premiertag nicht allein um das Spiel, sondern auch um die Begeisterung, die seine Mädels an den Tag gelegt haben und um das fantastische Umfeld im Verein. „Das macht mich wahnsinnig stolz.“ Als einen Supergau bezeichnete Pleines die schwere Knieverletzung, die sich seine Torfrau Theresa Bauer gleich in der Anfangsphase der Begegnung zugezogen hattte. Der Bundesliga-Aufsteiger lief von Beginn an einem Rückstand hinterher und bekam zu spüren, dass vor allem in der Abwehr kompromissloser zu Werke gegangen wird. Mit einer überragenden Torfrau im Rücken erspielte sich Mainz bis zur elften Minute einen Vorsprung von vier Treffern.

Sie mussten sich einem besseren Gegner geschlagen geben

Erstmals eine Auszeit nahm Pleines beim Spielstand von 4:9. Zur Pause wurden die Seiten mit einem Fünftore-Rückstand (11:16) gewechselt. In den zweiten 30 Minuten baute Mainz seinen Vorsprung kontinuierlich bis auf neun Tore Vorsprung aus. Die HCD-Mädels steckten niemals auf und mussten sich am Ende aber einem an diesem Tag besseren Gegner geschlagen geben.„Ein verdienter Sieg für die Gäste, aber Hut ab vor unseren Mädels“, sagte dann auch Hallensprecher Markus Watzlowik unter dem Applaus der Zuschauer nach dem Schlusspfiff. Dann gab es noch eine emotionale Verabschiedung von Aline Fischer, die ihre von vielen Verletzungen geplagte Karriere beendete und in der Trainerstab des HCD-Teams wechselte.

Dieter Metzler

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