Lokalderby: Alling gegen Moorenweis

Moorenweis ist zurück an der Spitze

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Ein Foto mit Symbolcharakter: am Ende war Moorenweis (grünes Trikot) oben auf und Alling (schwarzes Trikot) musste sich beugen.

Der TSV Moorenweis nutzte die Gelegenheit, sich wieder die Tabellenspitze vom SC Weßling zurückzuerobern. Nachdem die Elf aus dem Starnberger Landkreis am Wochenende spielfrei war, holte sich die Mannschaft von TSV-Trainer Branko Marcetic mit einem 2:1-Arbeitssieg in letzter Minute die Tabellenführung zurück.

Alling - Was die Moorenweiser allerdings auf dem Platz ablieferten, das war wenig meisterlich. Sollte der TSV tatsächlich in die Kreisliga streben und am Ende der noch bis Mai 2019 laufenden Saison ganz oben stehen, so muss das Marcetic-Team aber noch eine kräftige Schippe drauflegen. Die Gastgeber vom TSV Alling hätten zumindest ein Remis verdient, wenn gar nicht mehr. So sah es auch ihr Trainer Thorsten Kuhls nach 90 hitzigen Minuten, an denen der Schiedsrichter Arian Beimes vom FC Eichenau mit seinen teilweise merkwürdigen Entscheidungen nicht ganz unschuldig war. Aber selbst das sollte kein Grund sein, sich als Zuschauer über die Entscheidungen des Referees, teilweise beleidigend, ständig zu beschweren, um so zusätzlich für eine gereizte Atmosphäre zu sorgen. Hochmotiviert gingen die im Mittelfeld der Kreisklasse angesiedelten Gastgeber in die Begegnung. Doch zunächst setzte der Favorit aus Moorenweis die ersten Akzente. 

Offener Schlagabtausch zwischen den beiden Teams

Andreas Keller traf nach einer Viertelstunde zum 1:0. Mit Fortdauer des Spiels mit vielen nickligen Fouls und Unterbrechungen erarbeitete aber auch die Kuhls-Elf Chancen zum Ausgleich. Die beste vergab Christian Müller, als der Allinger mit einem Foul-Elfmeter am Moorenweiser Schlussmann Jürgen Denninger scheiterte. In der zweiten Halbzeit verstärkte Alling seine Angriffsbemühungen und kam in der 53. Minute zum verdienten 1:1-Ausgleich. Müller hatte seinen Fehler wieder gut gemacht. In der Folgezeit lieferten sich die beiden Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, wobei Alling die klar besseren Konterchancen hatte. Der eingewechselte Keanu Jurinek hätte dabei vorzeitig für die Entscheidung sorgen können. Eine Viertelstunde vor Schluss flog der Moorenweiser mit der gelben Karte vorbelastete Kapitän Patrick Saur nach einem Handspiel vom Platz. Doch Alling wusste das numerische Übergewicht nicht zu nutzen. In der Nachspielzeit, Allings Keeper Michele Tirabasso faustete ein Ball ins Feld zurück, nahm sich Christian Grabler ein Herz und nahm den Ball volley. Er hatte dabei das Glück des Tüchtigen. „Wir hätten einen Punkt verdient gehabt“, trauerte Kuhls dem Punkt nach. „Vielleicht hätten wir uns mit dem einen Punkt zufrieden geben sollen und nicht weiter auf Sieg spielen sollen.“

 Dieter Metzler

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