Die sportlich fairste Lösung

Nach Corona-Pause: Ab September soll der Ball bei den Amateuren wieder rollen

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Ab September endlich wieder „volle Hütte“ im Stadion wie hier in Mammendorf.

Landkreis - Ab ersten September rollt der Ball wieder bei den Amateurvereinen im Landkreis.

Für den Vorschlag des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) an die Vereine, die Saison zu beenden oder, sofern es die Umstände wegen der Corona-Pandemie wieder zulassen, die Saison 2019/20 zu Ende zu spielen, notfalls erst 2021, entschieden sich 68,13 Prozent der Klubs.

Lob trotz Uneinigkeit

Wenn auch im Landkreis unter den Vereinen unterschiedliche Meinungen herrschen, so lobten aber der zuständige Spielleiter Bernd Reiser aus Mammendorf ebenso wie Schiedsrichterobmann Christian Erdle aus Aufkirchen die Entscheidung des Verbandes.

Die sportlich fairste Lösung

„Wir Spielleiter wurden natürlich auch um unsere Meinung gefragt und hatten vor einer Woche ein Webinar darüber“, informierte Reiser. „Der Verband kümmert sich um seine Vereine“, stellt Reiser heraus. Es gab insgesamt fünf Webinare mit sehr guten Informationen. „Meine Meinung ist das die beste Lösung (Fortsetzung des Spielbetriebs), sollte es nochmals verschoben werden, haben wir noch genügend Zeit, um weiterzuspielen. Zur Not gibt es halt keine Saison 20/21, oder eine verkürzte Saison. Aber so ist es sportlich die fairste Lösung.“

Gute Informationspolitik

„Aus meine Sicht ist das Vorgehen des BFV sehr gut“, sagte Schiri-Chef Erdle. „Wir werden durch die Webinare hervorragend informiert. Ein Abbruch der Saison wäre, keine vertretbare Option. Nicht nur für die Mannschaften ist eine Fortführung besser, auch für die Schiris, die um Auf- und Abstieg kämpfen. Es kann alles auf sportlicher Ebene zu einem Ende geführt werden. Der Blick auf die nächste Saison kann dann in Ruhe gerichtet werden. Mich hat die Präsentation von Jürgen Igelsbacher (BFV-Geschäftsführer) und Rainer Koch (BFV-Präsident) überzeugt.“

SC Olching gegen Fortsetzung

Reinhold Miefanger, Abteilungsleiter des SC Olching, teilte mit, dass der Landesligist gegen eine Fortsetzung der Saison gestimmt hat. Das habe nichts mit dem derzeitigen Tabellenstand des SCO zu tun, begründete Vorstand Roland Renn das Schreiben des SCO an den BFV. Er vertrete schließlich alle Mannschaften des Vereins.

Bergmann für Fortsetzung

Oberweikertshofens-Bezirksliga-Manager Uli Bergmann stimmte für eine Fortsetzung der Saison ab 1. September. Ansonsten würde die Saison zu Ungerechtigkeiten wegen eines wo möglichen Nichtaufstiegs führen. Bei Abbruch befürchtet Bergmann, dass auf den Verband eine Flut von Prozessen zukommt.

Kapfer gegen Fortsetzung

Jürgen Kapfer, Sportdirektor aus Unterpfaffenhofen und Konkurrent des SC Oberweikertshofen ist für ein Annullieren der Saison. Er befürchtet, dass bei Fortsetzung der Saison ab 1. September womöglich auch noch die Saison 20/21 geopfert werde.

Böck hält Fortsetzung für richtig

Robert Böck vom SV Mammendorf war zunächst für einen Abbruch der Saison. „Doch das wäre nicht fair“, meinte er nun. Den Vorschlag des BFV findet er für richtig. „Es geht um unseren Sport“, so Böck, „da muss man halt auch mal über den Tellerrand schauen und nicht nur die eigene Situation in Betracht ziehen bei der Entscheidung.“

Bals für eine sportliche Entscheidung

Landsberieds Präsident Michael Bals sieht Vor- und Nachteile. „Wir sind aber dafür, dass sportlich entschieden werden soll und nicht am grünen Tisch, wer auf- und wer absteigen muss.“ Als schade bezeichnete Bals, dass der BFV die Verantwortung in gewisser Weise auf die Vereine abwälzt und nicht klar Flagge zeigt.

Ungewissheit ist weiter da

Auch nach Sascha Widemann vom FC Puchheim sollte die Saison sportlich beendet werden, ebenso plädiert auch Allings Thorsten Kuhls für eine sportliche Lösung. „Die lange Pause ist natürlich nicht gerade schön, aber es trifft ja alle gleich“, meint Kuhls. „Die einzig faire Variante ist, die Saison, sobald es geht, zu Ende zu spielen“, sagt auch Aufkirchens Manager Stephan Böck. Da man allerdings nicht wisse, wann es tatsächlich wieder weitergehe, würde man sich bei einem Abbruch evtl. auch noch die Saison 20/21 versauen.

Dieter Metzler

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