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Türkgücü München wird wohl in Fürstenfeldbruck spielen dürfen

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Von: Dieter Metzler

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Das städtische Stadion an der Klosterstraße, das vom SC Fürstenfeldbruck genutzt wird.
Das städtische Stadion an der Klosterstraße, das vom SC Fürstenfeldbruck genutzt wird. © dieter metzler

Fürstenfeldbruck - Das städtische Fußballstadion, dessen Nutzer der SC Fürstenfeldbruck ist, kann aller Voraussicht nach nun doch für einige Spiele des in der neuen Saison in der Regionalliga an den Start gehenden Münchner Verein Türkgücü als Austragungsstätte hergenommen werden.

Grundsätzlich hatte Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) auch in der Vergangenheit eigentlich keine Einwände gegen die Austragung von Spielen des Münchner Vereins auf der städtischen Anlage. Für eine Spielgenehmigung sei die Stadt ohnehin nicht der Ansprechpartner. Wenn allerdings Auflagen vonseiten des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) dazu erforderlich seien, so komme die Stadt als Eigentümer wohl aber auf den Plan, insbesondere, wenn es sich dabei um bauliche oder brandschutzrechtliche Maßnahmen handele.

Hausrecht über Nutzungsvertrag

Deshalb sei auch das Problem entstanden, dass vonseiten des Münchner Vereins bisher niemand bei der Stadt vorgesprochen habe. Auch habe eine inzwischen erfolgte Prüfung des Nutzungsvertrags zwischen der Stadt und dem Brucker Sportclub durch das Rechtsamt ergeben, dass die Überlassung des Stadions an einen anderen Verein nicht durch den Nutzungsvertrag gedeckt sei. SCF-Präsident Jakob Ettner hält dagegen, dass der Verein im Rahmen des ihm übertragenen Hausrechts allerdings darüber selbst entscheiden könne.

Konstruktives Gespräch zwischen OB und Verein

Der Münchner Verein, der in der 3. Liga in der zurückliegenden Saison Insolvenz anmelden musste, hat nun in der vergangenen Woche bei OB Raff ein Gespräch geführt. Dabei unterbreiteten Vertreter des Türkgücü-Präsidiums dem Brucker OB Pläne und den weiteren Ablauf. Raff sprach von einer sehr konstruktiven und einvernehmlichen Unterhaltung.

Ortstermin steht noch aus

Geklärt müsse jetzt nun, ob es sich bei dem sogenannten „Gäste-Käfig“ um eine bauliche Maßnahme handelt, die entweder über den Verwaltungsweg genehmigt werden muss oder ob sogar ein Bauantrag erforderlich ist, der gar durch den Bauausschuss genehmigt werden muss. Zudem ist Ortsbegehung des Stadions mit allen beteiligten Vertretern der Stadt, von Türkgücü, dem SCF, dem BFV und der Polizei geplant.

Die Zeit drängt

Bis Ende Juni muss die Stadionfrage für Türkgücü allerdings definitiv geklärt sein, denn bis dahin muss der Verein alle Unterlagen beim Verband eingereicht haben. Darunter fällt auch die Benennung des Spielorts.

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