Das Team von Trainer Christian Vetrovsky verlor glatt mit 0:3 (25:27, 17:25, 21:25) gegen den letztjährigen Vizemeister VfL Nürnberg 

Eine 0:3-Niederlage als Mutmacher 

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Nur das Ergebnis trübte die Stimmung der Estinger Volleyballerinnen ein wenig.

Esting – Die Musik donnerte aus den Lautsprechern, handverlesen lief jede Spielerin in die mit 120 Zuschauern gefüllte Halle ein – der Rahmen für das 3. Liga-Heimdebüt der Estinger Volleyballerinnen hätte kaum besser und größer sein können. Nur das Ergebnis trübte die Stimmung etwas. 

Das Team von Trainer Christian Vetrovsky verlor glatt mit 0:3 (25:27, 17:25, 21:25) gegen den letztjährigen Vizemeister VfL Nürnberg. „Davon werden wir uns nicht aus der Bahn werfen lassen“, sagte Vetrovsky unmittelbar nach dem Spiel. „Wir waren stärker als vor einer Woche gegen Hammelburg. Für mich ist Nürnberg der Titelfavorit und zwar mit riesigem Abstand.“ In der noch jungen Saison tauchten die Gäste aus dem Frankenland mit der Empfehlung von drei gewonnenen Spielen als Tabellenführer in Esting auf. Dennoch, obwohl es am Ende eine glasklare Angelegenheit wurde, hatten die Estinger Aufsteigerinnen Phasen im Spiel, in denen sie auf Augenhöhe agierten. So gab sich die Mannschaft niemals verloren. Aus einem 7:12-Rückstand kämpfte sich Esting im ersten Satz auf 16:17 heran und zog schließlich bei 21:21 gleich. In einer spannenden Schlussphase fiel der Satz dann doch mit 25:27 an die Gäste. Im zweiten Durchgang konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen. Bis zur Satzmitte agierten die Estingerinnen auf Augenhöhe – bis der Faden komplett riss. Beim 15:20-Rückstand half auch die Anfeuerung von Hallensprecher Christian Kreutzahler nicht mehr: „Mädels, das schafft ihr. Ihr habt vorher schon fünf Punkte aufgeholt.“ Mit 17:25 gab Esting auch den zweiten Satz ab und lag 0:2 hinten. Damit stand der Drittliga-Aufsteiger schwer unter Druck. Esting musste den dritten Satz gewinnen, wollte die Mannschaft weiter im Spiel bleiben. Wieder hielt Esting den Satz lange Zeit offen, konnte sich allerdings gegen die routinierte Mannschaft aus dem Frankenland niemals entscheidend absetzen. Eine Estinger Auszeit beim 13:15 verpuffte ohne Wirkung. Der Tabellenführer packte noch drei Punkte in Folge drauf und bog mit fünf Punkten Vorsprung in die Zielgerade ein. Am Ende reichte der erste von drei Matchbällen den Gästen, um den Sack zuzumachen. Aufmunterndes Lob gab es am Ende von Nürnbergs amerikanischer Trainerin Lena Chan. „Nur kleine Fehler haben den Unterschied ausgemacht“, meinte Chan. Und Vetrovsky meinte: „Nürnberg hat weniger Eigenfehler gemacht, als wir. Das machte den Unterschied aus.“

 Dieter Metzler

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