Manager Uli Bergmann hatte sich zum 58. Geburtstag einen "Dreier" als Geschenk gewünscht 

Abschlussschwäche verhindert Sieg Oberweikertshofen 

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Oberweikertshofens Spielertrainer Florian Hönisch umringt von gleich drei Gersthofenern

Oberweikertshofen – Vielleicht wäre es für die Mannschaft besser gewesen, wenn sie vor der Landesliga-Partie gegen den TSV Gersthofen erfahren hätte, dass ihr Manager am Samstag seinen 58. Geburtstag feierte. Insgeheim hatte sich Uli Bergmann einen „Dreier“ als Geschenk gewünscht. So aber erfuhren die Spieler erst nach dem Schlusspfiff durch Stadionsprecher Sepp Kraut von dem Ereignis.

 Vielleicht hätten sie sich dann etwas mehr konzentriert beim Torabschluss, und es wäre mehr als nur eine Nullnummer gegen das Liga-Schlusslicht aus Gersthofen herausgesprungen. Wenn sich die Mannschaft einen Vorwurf gefallen lassen müssen, dann eben nur den, dass sie auch in aussichtsreichster Schussposition vor dem Gersthofener Kasten einfach versagten. Immerhin musste die SCO-Elf 74 Minuten die Begegnung in Unterzahl bestreiten. Doch auch das kann nicht als Entschuldigung gegen die harmlosen Gästen gelten. Nach 16 Minuten kannte der Referee keine Gnade und zückte erstmals eine Karte, und die leuchtete sogleich rot. Micha Schnellberger hatte seinen enteilenden Gegenspieler an der Seitenauslinie von den Beinen geholt. Eine harte, aber vertretbare Entscheidung. Der Platzverweis lähmte die Gastgeber aber nur kurzzeitig. Zum Glück war aber Schlussmann Tobias Hellmann auf dem Posten. Er bewahrte in der zehnminütigen Schockstarre seine Elf mit zwei Paraden vor einem Rückstand. Dann aber übernahm der SCO wieder das Kommando auf dem Platz. Durch den Platzverweis agierte Oberweikertshofen nun mit einer Dreier- statt Viererkette und behielt die Dominanz im Mittelfeld. Nur noch eine Schrecksekunde hatte die SCO-Elf zu überstehen, als kurz vor der Pause, gleich zwei Gersthofener an einer scharfen flachen Hereingabe um Zentimeter am Ball vorbeirutschten. In den zweiten 45 Minuten berannte die Elf von Spielertrainer Florian Hönisch, der diesmal 90 Minuten mitspielte, das Gersthofener Tor, aber weder durch Standards noch durch herausgespielte Chancen fand das Leder den Weg ins Tor. Zweimal hatte Cenk Imsak Pech mit seinen gefürchteten Freistößen, dann flog ein Kopfball von Mario Maric auf Pfosten vorbei, oder Fabian Friedl jagte nach glänzendem Zuspiel von Hönisch freistehend den Ball über das Tor. Auch Kapitän Sebastian Schuff, der vorbildlich rackerte, hatte Pech mit einem Schuss von der Strafraumgrenze. Noch der 1:3-Pleite in Nördlingen und dem torlosen Remis hoffen die Oberweikertshofener auf etwas mehr am kommenden Sonntag, wenn die Mannschaft beim Nachbarn SV Mering antritt. Aufstellungen: Oberweikertshofen: Hellmann, Ch. Papadopoulos (78. Heiß), Schuff, Schnellberger, Feicht, Maric (78. Nouhoum), Imsak, Friedl, Hönisch, Tremmel, Lapper (66. Greif). Gersthofen: Brunner, Repennig, Purrucker, Canovic, Leiteritz (46. Ertürk), Lombaya, Schnurrer, Bregulla (60. Stetter), Kucjenic (66. Cvetic), Mijailovic, Dia. 

Dieter Metzler

 

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