Abstieg steht bereits seit Wochen fest

SC Oberweikertshofen kassiert Klatsche gegen Memmingen

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Zum Abschluss setzte es noch einmal eine Klatsche: Die Defensivbemühungen von Dino Jurkovic halfen nichts, am Ende verlor der SCO mit 0:8 gegen Memmingen.

Der SC Oberweikertshofen hat einen neuen Trainer für die kommende Bezirksligasaison. Günter Bayer wird den Dorfclub nach dem Abstieg aus der Landesliga übernehmen. Er war beim Saisonfinale gegen Memmingens Regionalligareserve bereits im Waldstadion und bekam eine deftige 0:8 (0:3)-Klatsche zu sehen.

Oberweikertshofen - Von Bedeutung war das Ergebnis freilich nicht mehr. Der Abstieg des SCO steht nach einer desaströsen Saison mit nur 14 Punkten aus 34 Spielen schon seit Wochen fest. Deshalb liefen die Weikertshofener in den jüngsten Partien nicht mehr in Bestbesetzung auf. Einige Spieler aus der ersten Garde wurden für die zweite Mannschaft geschont, die noch gegen den Abstieg aus der Kreisliga kämpft. Bayer bekam dennoch eine ganze Reihe Akteure zu sehen, die er künftig unter seinen Fittichen haben wird. 

Lange Zeit favorisierte Lösung mit Spielertrainer vom Tisch

Ein Großteil des Kaders bleibt dem SCO nämlich trotz Abstieg erhalten. Als Abgänge stehen bislang Kapitän Ömer Kanca und die beiden Angreifer Daniel Jais und Afdal Tomagbe fest. Hängepartien hatte es zuletzt noch um Maximilian Schuch, mit zehn Toren der beste SCO-Torjäger der abgelaufenen Spielzeit, und Fabio Gonschior gegeben. Beide bleiben nun aber. Lange Zeit wurde beim SCO eine Lösung mit einem Spielertrainer favorisiert. Doch das ist mit der Verpflichtung von Bayer nun vom Tisch. Der 65-jährige ist aktuell noch beim Bezirksligisten Neugablonz tätig. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagt SCO-Präsident Sepp Kraut. 

Wechsel von Günter Bayer stand schon 2016 im Raum

Den Ausschlag für Bayer habe letztlich gegeben, dass sich dieser der um den Posten engagiert hätte.Bayer selbst erklärt, dass er schon länger eine gute Beziehung zu Weikertshofens Manager Uli Bergmann pflege. Ein Wechsel zum SCO sei schon 2016 im Raum gestanden, als der Coach in Mering aufhörte. Das habe sich dann aber zerschlagen. „Ich bin aus privaten Gründen lieber zurück ins Allgäu nach Neugablonz“, sagt der Übungsleiter. Doch jetzt passe die Situation für einen Wechsel nach Oberweikertshofen. „Darum packe ich jetzt an.“Nachdem der SCO mit Brüdern Nico und Riccardo Basta zuletzt zwei junge Vertreter auf der Trainerbank hatte – das Duo und der Verein trennte sich vorzeitig, der SCO beendet die Saison mit den Spielern Ömer Kanca und Alexander Greif als Interimslösung –, kommt mit Bayer nun geballte Erfahrung ins Waldstadion. Der Trainer ist lange Jahre im Geschäft und betreute unter anderem den TSV Aindling und Schwaben Augsburg in der Bayernliga. 

Andreas Daschner

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