Trakt wurde für 220.000 Euro saniert

Kabinen nach 32 Jahren wieder wie neu

+
Himmlischer Segen: Der indische Pater Antoo Akkarapattiekkal weiht die frisch sanierten Kabinen im Oberweikertshofener Vereinsheim ein.

Nach gut 32 Jahren war der Kabinentrakt im 1985 gebauten Vereinsheim des SC Oberweikertshofen arg in die Jahre gekommen. Doch nun sieht das Bauwerk wieder wie neu aus. Für 220.000 Euro wurde der Trakt saniert und eingeweiht.

Oberweikertshofen - „Täglich duschen dort rund 100 Leute“, sagte SCO-Präsident Sepp Kraut bei der Einweihungsfeier. Das habe zu großen Abnutzungserscheinungen geführt. Weil sich zum Teil schon Schimmel gebildet hatte, entschied ein Komitee aus Vereinsmitgliedern, dass man den Trakt komplett sanieren muss. Erneuert wurden neben dem Kabinentrakt auch Teile der Außenfassade und die Fenster. Die Mitglieder halfen dabei tatkräftig mit. 

Ausgaben muss der Verein nicht alleine schultern

57 verschiedene Leute brachten rund 1.700 Arbeitsstunden an Eigenleistung ein. „Das entspricht einem Gegenwert von 30.000 Euro“, sagte Kraut. Besonders hervorgetan hätten sich dabei Stefan Strohmayer als Bauleiter, Brigitte und Michael Kellerer sowie Toni Strohmayer, dem Kraut eine „phänomenale Arbeitsleistung“ attestierte. Die Arbeiten seien nicht immer einfach gewesen, da sie im laufenden Spielbetrieb ausgeführt werden mussten. Das war nur abschnittsweise möglich. „Erst haben wir die rechte, dann die linke Seite des Traktes saniert“, erläuterte Kraut. Die Ausgaben für die Arbeiten muss aber nicht der Verein alleine schultern. Die Gemeinde Egenhofen trägt 40 Prozent der Kosten, vom Bayerischen Landessportverband BLSV gibt es einen Zuschuss in Höhe von 20 Prozent der Kosten. Die Investition kann aber noch langfristig genutzt werden. 

Bürgermeister verlängerte Erbpachtvertrag bis 2083

Denn kurz vor der Einweihungsfeier überreichte Bürgermeister Josef Nefele dem SCO einen Erbpachtvertrag für das Vereinsgelände bis zum Jahr 2083. Die Kicker des SCO dürfen die künftigen Spiele indessen mit himmlischer Unterstützung angehen: Der indische Pater Antoo Akkarapattiekkal segnete den frisch sanierten Trakt. Mittelfristig kann noch eine weitere Investition auf den SCO zukommen. Sepp Kraut liebäugelt mit dem Bau eines Kunstrasenplatzes. „Im Winter müssen wir für die Vorbereitung immer auf die Kunstrasenplätze anderer Vereine ausweichen“, sagt Kraut. Klar ist aber auch, dass der Vereinschef den SCO nicht in unüberschaubare Schulden stürzen will. „Ich würde einen solchen Platz nie bauen, wenn finanziell nicht alles gesichert ist.“

Andreas Daschner

Auch interessant

Kommentare