SC Olching hielt Jahreshauptversammlung am 21.03. im SCO-Vereinsheim

Große Überraschung blieb aus

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Das neue Präsidium des SCO (v. li.) Eugen Schädler (Schatzmeister), Werner Paal (Organisationsleiter), Guido Ziegler (Präsident), Bernhard Huppmann (Jugendleiter), Günter Schinabeck (Vize-Präsident); es fehlt: Walter Steindl (Schriftführer).

Olching – Die großen Überraschungen blieben bei der Jahreshauptversammlung des SC Olching am 21. März im SCO-Vereinsheim aus. Erwartungsgemäß wählten die 98 erschienenen wahlberechtigten Mitglieder des Sportclubs mit deutlicher Mehrheit mit Guido Ziegler und seiner „Mannschaft“ das neue Präsidium

Keine Chance hatte ein von Ehrenpräsident Manfred Schollmeyer gestellter Antrag, die Entlastung der scheidenden Vorstandschaft um Präsident und Schatzmeister Ralph Matheiowetz um ein Jahr zu verschieben. Als eine reine Vorsichtsmaßnahme und zum Schutz der neuen Vorstandschaft hatte Schollmeyer sein Ansinnen begründet. Der Ehrenpräsident spielte dabei auf den noch nicht beendeten Prozess gegen den ehemaligen Vereinswirt Klaus Obermeier an. Wegen der damaligen Insolvenz des Vereinswirts ruhe der Prozess derzeit. Auch kritisierte Schollmeyer den nur mündlich von Matheiowetz vorgetragenen Finanzbericht, nachdem der Stick mit dem entsprechenden Zahlenmaterial nicht funktionierte und die Ein- und Ausgaben nicht bildlich auf der Leinwand dargestellt werden konnten. Schollmeyers Antrag wurde schließlich mit dem Verweis auf den von Revisorin Susi Kraus vorgetragenen Kassenbericht bei 13 Enthaltungen von den Mitgliedern abgelehnt. Dennoch konnte der Schatzmeister den Mitgliedern die finanzielle Schieflage, die der Verein hinter sich hat, in aller Deutlichkeit vor Augen führen. 

So berichtete Matheiowetz, dass das Finanzamt 2013 dem Verein gar die Gemeinnützigkeit entziehen wollte, doch ein Vereinsmitglied mit 15.000 Euro aushalf, die inzwischen zurückgezahlt sind. Auch die Bank fordere vom Verein im kommenden Jahr mit der Tilgung eines 130.000 Euro Darlehens zu beginnen, nachdem bis jetzt nur die Zinsen zurückgezahlt wurden. Doch es gehe wieder aufwärts, so Matheiowetz. Seit zwölf Monaten habe der Verein wieder regelmäßige Pachteinnahmen, und nach langem Kampf mit dem Getränkelieferanten sprudeln auch wieder die Rückvergütungen. Das Jahr 2014 wurde mit einem Plus von 3.500 Euro abgeschlossen. Bei sechs Gegenstimmen und fünf Enthaltungen brachte der scheidende Schatzmeister eine Beitragserhöhung durch. Bisher gab es 80 verschiedene Beitragssätze, nun sorgen neun Varianten für eine bessere Kalkulierbarkeit der Einnahmenentwicklung. Auch mit etlichen Satzungsänderungen ebnete die scheidende Vorstandschaft den Weg für das neue Präsidium.

Die Neuwahlen wurden erforderlich, nachdem das komplette Präsidium bis auf Jugendleiter Bernhard Huppmann zurückgetreten war. Der dreifache 48-jährige Familienvater Matheiowetz hatte seinen Rückzug nach vier Jahren damit begründet, dass er seit kurzem eine Tennisanlage betreibe und keine Zeit mehr für den SCO habe. Mit 37 Jahren ist Ziegler der jüngste Präsident in der Geschichte des SCO. Er wird zunächst für die nächsten zwei Jahre die Geschicke des Vereins leiten. Sein Herz schlage schon immer für den SCO, wo er viele schöne Stunden erlebt habe, dankte Ziegler in seiner kurzen Ansprache für das Vertrauen. Er habe kandidiert, nachdem ihm viele alte SCO`ler ihre Unterstützung zugesagt haben. Mit ihrer Hilfe gehe er sehr zuversichtlich an die Aufgaben heran. „Wir haben alle ein Ziel: wir wollen, dass der Verein wirtschaftlich wieder auf gesunden Beinen steht und unsere Außendarstellung wieder positiver wird.“ Ihm zur Seite stehen dabei der 51-jährige Günter Schinabeck als Vizepräsident, der 29-jährige Eugen Schädler als Schatzmeister, Walter Steindl als Schriftführer und als Organisationsleiter Werner Paal, der zuvor dem Vorstand als Fußball-Abteilungsleiter angehörte. Da sich als Fußball-Abteilungsleiter keiner fand, übernimmt Ziegler diese Funktion bis auf weiteres. 

Dieter Metzler

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