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Triathleten-Trio bewältigt Halbmarathon auf eigene Weise

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Gut gelaunte Staffelübergabe: Jürgen Metzner (links) und Nichte Melina. © Kramer

Ein Halbmarathon ist ganz schon weit: 21,1 Kilometer um genau zu sein. Was liegt da näher, als sich die Mühen zu teilen, dachten sich die Estinger Jürgen Metzner und seine Nichte Melina sowie der Olchinger Michael Pietzonka. „Jeder eine Runde á sieben Kilometer, das reicht“, meinte Jürgen Metzner mit einem Augenzwinkern. Denn eigentlich ist er seit vielen Jahren ein international erfolgreicher Triathlet – in der Dreikampfszene ist er bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund.

Olching - Pietzonka ist gleichfalls ein erfahrener Triathlet: Der bald 30-Jährige ging schon für mehrere Bundesliga-und Regionalliga-Klubs an den Start. Zurzeit ist er für Triathlon Karlsfeld aktiv. Melinas Karriere ist dagegen noch jung: Im vergangenen Jahr trat sie dem Tri Team FFB bei, heuer will sie weitere Erfahrungen sammeln. „Da kam uns der Gröbenzeller Lauf als Trainingseinheit gerade recht“, berichtet Jürgen Metzner. 

Mit dem Rad von Dachau nach Gröbenzell,über Olching zum Hohhenpeißenberg und zurück

Für Pietzonka war der Sieben-Kilometer-Bewerb nur ein Teil seines Übungsprogramms: Morgens radelte er von seinem Wohnort Dachau nach Gröbenzell. Nach dem Rennen ging es weiter zur Oma nach Olching. Und anschließend mit der Rennmaschine zum Hohenpeißenberg. Natürlich bis ganz oben. Und anschließend zurück in die Heimat. Mindestens 175 Kilometer würde auf dem Tacho haben. Pietzonka gab nicht nur den Startläufer, sondern gleich das Tempo des Feldes vor. Obwohl dort ein Könner wie der Odelzhausener Michael Harlacher mit von der Partie war. Der 37-Jährige strebt heuer einen Marathonzeit von unter 2:40 Stunden an. Deswegen trainiert er zurzeit bis zu 170 Kilometer in der Woche, inklusive Tempoeinheiten. Der Spezialist erwies sich als zu schnell für den Mehrkämpfer – der damit aber kein Problem hatte, Nach rund 28 Minuten übergab Pietzonka an Jürgen Metzner. 

Triathlon-Novizin sprintet nach rund 20 Minuten durch den Zielkanal

Der M50-Sportler verfügt zwar über graue Schläfen, aber auch über eine hervorragende Kondition. Er durcheilte die Runde in einer Zeit von unter 27 Minuten, deutlich schneller als den Vier-Minuten-pro-Kilometer-Schnitt. Dann war Melina Metzner an der Reihe. Mittlerweile herrschten sommerliche Temperaturen in Gröbenzell, jenseits der 20 Grad – eine Wärme, die Läufer überhaupt nicht schätzen. Doch die Triathlon-Novizin biss die Zähne zusammen und schlug sich durch. Nach rund 30 Minuten lief sie durch den Zielkanal. Fünf Minuten später konnte sie schon wieder lächeln. So wie auch die anderen Sieger der Gröbenzeller Rennen: Harlacher gewann den Halbmarathon in 1:16:37 Stunden. 

Schnellste Frau über dieselbe Distanz war Sonja Huber (TGV Augsburg) in 1:34.55 Stunden. Über 14 Kilometer hatten Günter Müller (LG Wehringen, 1:06:29) und die Münchnerin Christiane Widmann (1:14:11) die Nase vorne. Das Sieben-Kilometer-Rennen entschieden der Aubinger Jan Lettenmaier (26:36) und die 16-jährige Alexa Kolodzie (44:52) für sich. Insgesamt kamen rund 80 Sportler ins Ziel. Die beiden schnellsten Halbmarathonis sind voraussichtlich am kommenden Sonntag beim Rothschwaige-Läufen des TuS Fürstenfeldbruck zu sehen. 

Horst Kramer

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