Der erst 18-jährige Dominik Widemann aus Grunertshofen hat eine Karriere als Fußball-Profi vor sich

Fußball – Erfolgreicher Sprung ins Profi-Lager  

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Dominik Widemann aus Grunertshofen schickt sich an, Karriere als Fußballprofi zu machen.

Grunertshofen – Neben Anton Fink, der beim Chemnitzer FC spielt, Manuel Schäffler bei Holstein Kiel und dem bundesligaerfahrenen Benedikt Saller, der zurzeit mehr in der zweiten Mannschaft bei FC Mainz 05 zum Einsatz kommt, schickt sich mit dem erst 18-jährigen Dominik Widemann aus Grunertshofen seit einigen Monaten ein weiteres Fußball-Talent aus dem Landkreis an, Karriere als Fußball-Profi zu machen.

Wenn seine Werdegang in dem Eiltempo weitergeht, dann wird sich der Traum von einer ganz großen Karriere für den in der Kreisstadt geborenen und in Grunertshofen bei seinen Eltern wohnenden Widemann schneller erfüllen, als der Vollblutstürmer das jemals zu träumen gewagt hat. Vor einem Jahr, im Dezember 2013, wechselte der 18-Jährige, der in Schondorf die Realschule besuchte, von der U19 des SC Fürstenfeldbruck aus der Bezirksoberliga zum ehemaligen Bundesligisten nach Unterhaching. Bei der SpVgg war Widemann eigentlich für die U19-Elf geholt worden, die von der Bundesliga in die Bayernliga abgestiegen war. Es sollte der Wiederaufstieg her. Doch inzwischen hat der Mittelstürmer bereits zwölf Einsätze in der Dritten Liga hinter sich und steht mit sieben Treffern an zweiter Stelle der Torschützenliste in der Dritten Liga. 

Den beiden älteren und erfahreneren Fink und Schäffler hat Widemann damit den Rang abgelaufen. Auch in Deutschlands Sportmagazin Nummer eins, dem Kicker, hat Widemann mit einem Notendurchschnitt von 2,33 bereits alle Unterhachinger Spieler überflügelt. Beim TSV Moorenweis, wo sein Cousin Rainer Trieb damals die Jüngsten trainierte, begann Dominik Widemann schon als Vierjähriger mit dem Fußball spielen. Im Dezember 2008 wechselte das Talent zum SCF und durchlief dort alle Altersklassen bis der Wechsel vor einem Jahr nach Unterhaching erfolgte. Und dort erlebte der Bruder von Puchheims A-Klassentrainer Sascha Widemann zunächst eigentlich einen weniger vielversprechenden Start. „Ausgerechnet gegen Bayern München war ich krank“, erzählte Widemann, der erklärter Bayernfan ist und auf seinen Einsatz gegen seinen Lieblingsverein brannte. Im zweiten Spiel gegen FC Astoria Walldorf vor Widemann zehn Minuten vor Schluss eingewechselt. Mit seinem ersten Ballkontakt erzielte der gebürtige Brucker das Tor zum 4:1. SpVgg-U19-Trainer Daniel Wimmer schenkte Widemann zukünftig stets von Beginn an das Vertrauen. Doch dann erfolgte der für Widemann völlig überraschende Anruf vom Cheftrainer der ersten Mannschaft, Christian Ziege, und fortan trainierte der beidfüßig starke Angreifer bei den Profis mit. „Und womit ich wirklich nicht gerechnet hatte, am zweiten Spieltag gegen SV Wehen Wiesbaden stand ich im Kader und schnupperte erstmals zehn Minuten lang Drittliga-Luft.“

 Gegen Jahn Regensburg schenkt Ziege dem Brucker für die zweiten 45 Minuten das Vertrauen. Widemann belohnt es mit dem 2:0-Siegtreffer. Gegen Chemnitz trifft Widemann erstmals mit dem einst in Maisach spielenden Anton Fink auf einen Landkreis-Kollegen. Der Lohn für seine Superleistung beim 3:0 über SG Dynamo Dresden, als Widemann das 2:0 vorbereitete und das 3:0 selbst erzielte, war die vorzeitige Vertragsverlängerung bis zum Saisonende 2017. „Besser als in Unterhaching hätte ich es nicht antreffen können“, schwärmt Dominik Widemann vom professionellen Umfeld bei der SpVgg. „Hier habe ich die Möglichkeit, mich fußballerisch weiter zu entwickeln. Trainer Ziege ist ein Supertrainer. Ich fühle mich rundum wohl in Unterhaching und will immer mein Bestes geben, gleich in welcher Mannschaft“, freut sich Widemann, wenn er nach dem Weihnachtsurlaub wieder angreifen kann. Fünf, manchmal sechs Mal in der Woche ist Training angesetzt. „Das macht natürlich nicht jede Freundin mit“, meinte Widemann, dessen Freundin aus Moorenweis aber nicht nur deshalb ein ganz besonderes Mädchen sei. 

Dieter Metzler

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