Das Clout-Schießen (clout: altenglisch für cloth/Lappen) stammt aus dem Mittelalter – Traditionelles Bogenturnier 

Wie im Mittelalter: FC Puchheim veranstaltete einzigartiges 5. Cloutturnier 

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Das Foto zeigt Simone Bartlang (ganz rechts). Sie wurde in der Damenklasse Zweite.

Puchheim – Traditionell hat der FC Puchheim auch dieses Jahr wieder sein berühmtes und im Gau FFB einzigartiges 5. Cloutturnier abgehalten. Das Clout-Schießen (clout: altenglisch für cloth/Lappen) stammt aus dem Mittelalter. Dabei ging es darum, dass die Langbogenschützen im Kampf die Infanterie und die Reiterei unterstützten.

66 Bogenschützen schossen ihre 72 Pfeile auf 165 Meter, bzw. 125 Meter.

Um 1442 wurde von Edward IV erlassen, dass jeder männliche Untertan ab dem 6. Lebensjahr sonntags nach dem Kirchgang Bogenschießen zu üben hat. Trotz stürmischen, eiskalten Windes und Sprühregens fanden sich – natürlich nach dem Gottesdienst- 66 tapfere Recken und Reckinnen in Puchheim ein, um ihre 72 Pfeile auf 165 Meter bzw. 125 Meter zu schießen. In einem Winkel von 45° wurde auf ein Clout geschossen, das heutzutage als Fahne statt eines Lappens dargestellt ist. Um das Clout herum gibt es noch zwei Kreise, die aber weniger Punktzahlen geben als das Clout selbst.

 Clout-Schießen gilt als das traditionellste Bogenturnier, weshalb auch sämtliche Hilfsmittel wie Visiereinrichtung, Stabilisatoren und Clicker verboten sind. Dafür konnte man Langbögen aus Buchenholz, selbstgeschnitzte Reiterbögen aus Eibe und einen traditionell gekleideten Langbogenschützen entdecken. In der Mittagspause wärmten sich die vom Wintereinbruch halb erfrorenen Schützen an einem neumodischen Gasofen und „Ilkas berühmter Kartoffelsuppe“. 

Zwei Schützinnen aus Puchheim kämpften mit Erfolg für ihren Verein. Simone Bartlang wurde in der Damenklasse 2., Tabea Gonschorek konnte sich auf 75 Meter in der Jugendklasse den 9. Platz sichern.

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