Vor zehn Jahren kurz vor dem Aus – Heute zählt der Verein zu den erfolgreichsten in ganz Bayern

Jugendarbeit bei den Razorbacks

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Erfolgreiches Probetraining veranstalteten die Fursty Razorbacks in der alten Graf-Rasso-Halle. Den jungen Neueinsteigern steht die Begeisterung ins Gesicht geschrieben. (v. li.): die Trainer Carsten Trenkel und Hans Kettl, (re.) die Trainer Eric Bunts und Gerhard Dittler.

Fürstenfeldbruck – Heuer feierten die Fursty Razorbacks ihr 30jähriges Bestehen. Die American-Football Abteilung des TuS Fürstenfeldbruck hat rund 250 aktive Mitglieder. Vor allem im Jugendbereich zählt der Verein mit zu den erfolgreichsten in ganz Bayern und steht im bundesweiten Vergleich mit seinem Jugendprogramm auf Platz vier. Neben der Herrenmannschaft unterhalten die Razorbacks sechs weitere Altersgruppen (U9, U11, U13, U15, U17 und U19). Dennoch hält der Verein ständig Ausschau nach neuen Talenten.

So veranstalteten die Razorbacks Footballer am 11. Dezember in der ehemaligen Graf-Rasso-Turnhalle am Theresianumweg ein Probetraining für Neueinsteiger der Jahrgänge 2009 bis 2004 und 2003 bis 1992. „Solche Veranstaltungen führen wir fünf- bis sechsmal im Jahr durch“, berichtet Lukas Dohrmann, Headcoach der U15-Mannschaft und zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei den Fursty Razorbacks. „Man muss ständig die Werbetrommel rühren und am Ball bleiben. Trotz aller Mund-zu-Mund-Propaganda gehört dazu, dass wir auch noch ein Ferienprogramm anbieten und in die Schulen gehen.“ In den Schulen übernehmen die Trainer beispielsweise eine Sportstunde der siebten oder achten Klasse und führen die Jugendlichen an die Sportart American Football heran.

Letztlich würde sich der Aufwand lohnen. Allein 90 Prozent der Spieler der ersten Mannschaft rekrutieren sich aus der eigenen Nachwuchsarbeit. Auch genieße American Football gegenüber der Gründungszeit vor 30 Jahren längst einen anderen Stellenwert in Deutschland. So habe die Sportart einen enormen Aufschwung erlebt. Leistungsorientiert geht es bei den Razorbacks erst ab der U15 los, informiert Dohrmann. Vorher werden die Mannschaften behutsam an Werte und Ziele herangeführt. Stark macht den Verein dabei die schon fast familiäre Verbundenheit. So haben sich viele Väter, deren Söhne sich in den Nachwuchsmannschaften tummeln, als Trainer verdingt, denn der Verein setzt in erster Linie auf Unabhängigkeit. Wie wichtig es für einen Verein ist, alle Energie in die Förderung und Ausbildung junger Nachwuchsspieler zu investieren, das hat die erste Mannschaft vor zehn Jahren zu spüren bekommen, als sie aufgrund kurzsichtiger Planung fast vor dem Aus stand. Damals hatte man zum Glück schon mit einer intensiven Nachwuchsarbeit begonnen.

Seit diesem Umdenken trägt die Nachwuchsarbeit große Fürchte. So konnten die Fursty Razorbacks mehrere Meisterschaften in den unterschiedlichen Altersklassen erringen. „Jedes Mal, wenn eine neue Altersklasse in Bayern gegründet wurde, waren wir mit die ersten, die eine Mannschaft stellten“, sagte Dohrmann nicht ohne Stolz. Längst zählen die Fursty Razorbacks zu einem der größten und angesehensten Vereine in Bayern. Die sportliche Heimat der Fursty Razorbacks ist der ehemalige alte Fußballplatz „Auf der Lände“, der erst im vergangenen Jahr eine Naturstein-Tribüne erhielt. Bis zu 400 Zuschauer verfolgen inzwischen die Heimspiele des amtierenden Bayerischen Meisters aus der Kreisstadt. Nach den Handballern haben damit die Footballer die Fußballer und die Eishockey-Mannschaft in der Kreisstadt hinsichtlich des Zuschauer- Interesses längst überflügelt.

Dieter Metzler

Rubriklistenbild: © Dieter Metzler

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