Nun ist es endlich offiziell

Riesenjubel bei den Panthern: Brucker Handballer steigen in die 2. Bundesliga auf

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Fürstenfeldbruck - Der Traum ist wahr geworden: Die Panther sind Meister und dürfen in die 2. Bundesliga aufsteigen. Der Deutsche Handballverband (DHB) hatte einen entsprechenden Wertungsvorschlag eingebracht, die Vereine haben dem nun mit der erforderlichen Dreiviertel-Mehrheit zugestimmt.

Bei den Panthern herrscht trotz der schwierigen Corona-Lage natürlich Riesenjubel. „Ich freue mich wie ein kleines Kind“, sagt Coach Martin Wild. Er selbst hatte zunächst via Facebook vom Beschluss erfahren. Kurz darauf folgte die offizielle Bestätigung durch den DHB. Klar, dass die teaminterne WhatsApp-Grupp der Panther in diesem Moment überlief. Am Abend stieß die Erfolgstruppe dann im Rahmen einer feucht-fröhlichen Video-Konferenz auf den Titel an. Der von den 36 Vereinen im DHB-Bereich mitgetragene Beschluss sieht folgendes vor: Die Saison wird aufgrund der Corona-Krise abgebrochen. Die Meisterschaft wurde nach dem sogenannten Quotientenverfahren ermittelt. Dabei wurden die bislang gesammelten Pluspunkte der Teams durch die Anzahl der absolvierten Spiele geteilt, anschließend mit 100 multipliziert und auf eine Stelle nach dem Komma gerundet. Hier hatten die Panther mit ihren acht Punkten Vorsprung bei fünf noch ausstehenden Partien in der Süd-Staffel klar die Nase vorn. In Sachen Aufstieg kommt dem TuS zugute, dass zwei Zweitligisten in die höchste Spielklasse aufsteigen. Absteiger aus der 1. Bundesliga gibt es wegen der Wertung dagegen keine. 

Vier Titelträger dürfen aufsteigen

Weil zudem Krefeld schon vor Corona die Lizenz entzogen worden war, gab es drei freie Plätze in der 2. Bundesliga. Im Raum stand, dass diese ebenfalls nach der Qutientenregelung an die drei besten Meister der vier Drittliga-Staffeln vergeben werden sollten. Selbst dann wäre der TuS dabei gewesen. Letztlich gewährte der Verband aber sogar allen vier Titelträgern den Aufstieg. Damit spielt die 2. Bundesliga in der kommenden Saison mit 19 Clubs. Nach 27 Jahren beenden die Brucker damit eine Diaspora im Münchner Raum. 1993 war der TSV Milbertshofen pleite gegangen. Seitdem spielte sich Bundesliga-Handball nur noch fernab von der bayerischen Landeshauptstadt ab. Künftig halten aber die Panther wieder die oberbayerische Fahne im Profibereich hoch. „Und das mit unserer Studententruppe“, sagt Wild. Wie und wann es im Handball wieder losgeht, steht angesichts der Coronapandemie noch in den Sternen. Finanziell wird die zweithöchste deutsche Spielklasse für den TuS eine Herausforderung. 

Panther müssen Einbußen wegen abgesagten Heimspielen hinnehmen

Die bereits bei den Panthern engagierten Sponsoren hätten auf die Corona-Krise laut Wild zwar „überragend reagiert und ihre weitere Unterstützung zugesagt“. Bei der Suche nach weiteren Geldgebern muss nun aber auch mit möglichen wirtschaftlichen Problemen potenzieller Geldgeber gerechnet werden. Daneben müssen auch die Panther durch die nun abgesagten Heimspiele laut Wild Einbußen im mittleren fünfstelligen Bereich verkraften. Sollte die neue Saison mit Geisterspielen beginnen, würde das den TuS zusätzlich treffen. Doch darüber will sich Wild zusammen mit dem Verein erst in den kommenden Wochen intensivere Gedanken machen. „Wir freuen uns jetzt erst einmal, dass wir etwas Einmaliges erreicht haben und nach fast drei Jahrzehnten wieder Bundesligahandball in die Region bringen.“ 

Daschner

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