Rückblick der Eishockeymannschaft

Wanderers blicken auf "Wahnsinns-Saison" zurück und planen Landesliga

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Das Jubelbild vom Aufstieg zeigt (v.l.) den 3. Vorsitzenden Carsten Gemeinhardt, Wanderers-Sprecher Markus Degenhardt, Stürmer J.C. Cangelosi und den zweiten Wanderers-Sprecher Florian Hutterer.

Germering - Die Wanderers Germering mussten ihre Bezirksligasaison aufgrund der Corona-Krise noch vor dem Meisterschaftsfinale beenden.

Die gesamte Sportwelt steht derzeit still. Doch die Germeringer hatten ihr großes Saisonziel „Aufstieg in die Landesliga“ schon vorher erreicht.

In der Bezirksliga stand für die Germeringer noch das Finale um die Meisterschaft gegen die Spielgemeinschaft aus Miesbach und Schliersee auf dem Programm, als die Nachricht kam: Der Spielbetrieb wird eingestellt. Doch die Endspielserie hatte eigentlich ohnehin nur noch ideellen Wert. Beide Finalteilnehmer standen zuvor bereits als Aufsteiger fest. So kann Wanderers-Sprecher Florian Hutterer ein äußerst positives Saisonfazit ziehen.

Sprecher bezeichnet Zeit als "Wahnsinnssaison"

„Die Mannschaft ist noch immer überwältigt von den Ereignissen und der geglückten Mission Aufstieg in die Landesliga“, sagt Hutterer. In einer „Wahnsinnssaison“ habe sich schon früh eine „Jetzt erst recht“-Einstellung bei der Mannschaft eingestellt. Ausgelöst wurde diese vom unglücklich verpassten Aufstieg in der Vorsaison, als man das Halbfinale gegen Mittenwald verlor, der Gegner dann aber auf den Sprung in die Landesliga verzichtete.

Sieben Siege, eine Niederlage

Schon in der Vorbereitung untermauerten die Germeringer um ihren neuen Trainer Petr Vorisek ihre Favoritenrolle. Sieben Siege und nur eine Niederlage standen in den Testspielen gegen sieben Landes- und einen Bezirksligisten zu Buche. Die Neuzugänge beziehungsweise Rückkehrer Severin Dürr, Simon Bogner, Michael Schmidbauer, Christian Köllner, Marcus Mooseder, Michael Dorfner und Edgars Opulskis verliehen dem Kader nicht sowohl mehr Breite, als auch mehr Qualität. Außerdem konnte kurzfristig auch noch Publikumsliebling John Cangelosi aus den USA eingeflogen werden, der bereits in zwei früheren Spielzeiten das schwarz-gelbe Germeringer Dress getragen hatte.

Wanderers sicherten sich BEV-Pokal

In der Vorrunde eilte das Team von Sieg zu Sieg und legte einen Durchmarsch ohne einen einzigen Punktverlust hin. „Es war die Extraklasse unserer Spieler, die uns seit dem ersten Spieltag nicht von Platz eins fallen ließ“, sagt Hutterer. Auch die Doppelbelastung mit dem BEV-Pokal steckte die Truppe ohne Probleme weg. Am Ende sicherten sich die Wanderers mit dem Finalsieg gegen Waldkraiburg auch diesen Pott.

Absage der Finalserie traf Wanderers nicht hart

In den Playoffs folgte schließlich die Krönung: In der Minimalzahl von je zwei Spielen schalteten die Wanderers erst Türkheim und dann Regen aus. Damit war der Aufstieg besiegelt. Die Absage der Finalserie traf die Wanderers nicht mehr allzu hart. Nun überlegen die Germeringer gemeinsam mit der SG Miesbach/Schliersee, die Meisterschaft im Rahmen der Vorbereitung zur nächsten Saison auszuspielen. Ob der Verband zustimmt, ist noch nicht entschieden.

Suche nach neuem Trainer

Trotz des sportlichen Stillstands durch die Corona-Pandemie laufen bei den Wanderers bereits die Planungen für die Landesliga. Nach der Absage von Aufstiegscoach Petr Vorisek müssen sich die Germeringer nach einem neuen Coach umsehen. Und auch mit Verstärkungen für ihren Spielerkader sowie den aktuellen Akteuren wollen die Verantwortlichen zeitnah Gespräche führen. Hutterer: „Wir haben großes Vertrauen in den Kern des Teams, möchte diesen zusammenhalten und punktuell verstärken.“

Andreas Daschner

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