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SC Olching-Cheftrainer Martin Buch verabschiedet sich nach drei Jahren

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Von: Claudia Becker

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Cheftrainer Martin Buch verabschiedet sich nach drei Jahren beim SC Olching.
Cheftrainer Martin Buch verabschiedet sich nach drei Jahren beim SC Olching. © priv

Olching – Einfach hatte es der Cheftrainer des SC Olching, Martin Buch, in den letzten drei Jahren nie. Nach zwei turbulenten Jahren hatte der 41-Jährige den SCO auf dem direkten Abstiegsplatz übernommen. Wie ein roter Faden zog sich die Aufgabe „Ligaerhalt sichern“ durch Buchs Zeit in Olching.

Vier Spiele hatte er damals, um die Mannschaft auf den Relegationsplatz heranzuführen. Und es war ihm gelungen: Die Herren des SC Olching blieben in der Landesliga. Ein Aufatmen war für den Cheftrainer dennoch nicht angesagt. Nach der Corona-Zeit stand ein weiterer Umbruch bevor. „Viele gestandene Fußballer haben den Verein verlassen, um sich mehr ihrer Freizeit widmen zu können“, erklärt Buch. Da traf es sich gut, dass der 41-Jährige so gut vernetzt ist und sich im Juniorenbereich auskennt, musste man doch nun Nachwuchs heranschaffen.

Nachwuchs mehr fördern

Dieser Umstand kam ihm und vor allem dem Verein auch im nächsten Jahr wieder zugute. Nach einem Herzschlag finale hatten die Herren die Liga gehalten und dennoch entschieden sich wieder viele Spieler wie Max Knobling, Tobias Schöler oder Martin Held dazu, kürzertreten zu wollen. Ein erneuter Umbruch stand also für den SCO an. „Ich habe es in der ganzen Zeit nie einfach gehabt. Dennoch habe ich es geschafft, aus sehr wenig viel zu machen“, sagt Buch. In seinen Augen wurde die Jugendarbeit des SC Olching in der Vergangenheit stark vernachlässigt. „Wir können so keinen Profit daraus ziehen, dass unsere Eigengewächse in die Landesliga gehen“, erklärt er. Die Mannschaft war immer auf fremde Spieler angewiesen, und diesen, so bemängelt er, könne man auch keine fixen Spielergehälter bezahlen, was einen Wechsel für den ein oder anderen nicht gerade attraktiv mache. Das seien Tatsachen, die sowohl für den Trainer als auch den Verein „höchst spannend“ seien, so Buch schmunzelnd.

Er vergesse aber auch nicht die Höhepunkte in seiner Zeit als Trainer. Immerhin hat er beide Derbys gegen Oberweikertshofen geholt. Zuhause mit 4:0 und in Oberweikertshofen mit 2:0. Nach drei Jahren der intensiven Arbeit zieht Martin Buch ein abschließendes Fazit: „Mein Job war klar. Ich musste die Liga auf Biegen und Brechen halten.“ Und das sei ihm auch gelungen. Nun wünsche er dem SC Olching, dass er wieder eine Mannschaft stellen kann, die auch vorne mitspielt. Familie und Freizeit gehen für den Familienvater nach den Jahren voller Stress nun vor. „Ich bin fußballerisch gesehen ausgebrannt“, erklärt er und freut sich auf die Zeit nach dem SCO.

Comeback nicht ausgeschlossen

Jetzt wolle erst einmal seinen Akku aufladen. Ein Comeback schließe er aber grundsätzlich nicht aus: „Sag niemals nie.“ Die nächsten Stationen müssen jedoch deutlich ruhiger werden. Nun übergibt er das Zepter an seinen Co-Trainer Andreas Zorn, den er nach über zwei Jahrzehnten vom SC Unterpfaffenhofen nach Olching geholt hatte. „Ich bin dankbar für die Zeit und für die respektvolle Arbeit mit dem Präsidium. Die Spiele – auch Niederlagen – wurden immer sachlich analysiert“, erklärt er und wünscht der Mannschaft viel Erfolg für die Zukunft.

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