Zwei neue Kicker für Olching

SC Olching: Zuversichtlich und mit zwei Neuen in den Abstiegskampf

Portraits der beiden neuen Spieler Soma Orban und Kevin Jurinek des SC Olching.
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Soma Orban (links) und Kevin Jurinek sind die beiden Neuzugänge des SC Olching.
  • Maximilian Geiger
    vonMaximilian Geiger
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Olching – Mut, ein wenig Glück und eine gute Portion Durchhaltevermögen wird es brauchen, damit dem SC Olching der Klassenerhalt in der Landesliga gelingt. Derzeit müsste man in die von Unsicherheiten geprägte Relegation gehen. Zum wirklich rettenden Ufer sind es sechs Punkte Rückstand, die der SCO zum FC Memmingen II und zum TSV Gilching aufweist.

Die Füße hochlegen kann also trotz Corona-Zwangspause nicht das Ding von Trainer Martin Buch sein. Obwohl er eigentlich zur Tatenlosigkeit verurteilt ist. „Ich tausche mich immer wieder mit anderen Trainern aus“, nennt er eines seiner Mittel, um ein wenig gegen die Eintönigkeit der aktuellen Lage anzukämpfen.

Festgestellt hat er dabei, dass die laufende Saison schon aus einem Grund etwas besonders ist oder sogar kurios: „Es ist die fünfte Vorbereitungsphase für die Mannschaft in der Runde.“ Sommervorbereitung 2019 noch unter Simon Kaltenbach, Winterpause 2019/20 mit Interimslösung Markus Remlein, dann erster Lockdown, Sommertraining 2020 unter Buch und nun der zweite Lockdown.

Mehr als Lauftraining zu verordnen ist da nicht drin. „Das ist als Basis gut für die allgemeine körperliche Verfassung, aber mit Fußball-Training im strengen Sinn hat das nichts zu tun“, bemerkt Trainer Buch. Immerhin kann er sich so in Ruhe auf die zwei Neuzugänge einstellen.

Neuzugänge: Soma Orban und Kevin Jurinek

Einer davon ist Soma Orban vom Kreisligisten FC Moosburg. Der 27-jährige Torwart soll als Nachfolger von Stefan Held aufgebaut werden, der ohne die Corona-Pandemie schon längst Trainer beim TSV Geiselbullach wäre. Neuzugang Nummer zwei ist Kevin Jurinek vom TSV Alling. Mit seinen 24 Jahren zählte er dort seit fünf Jahren zu den großen Stützen seines Teams. In den beiden vergangenen Spielzeiten traf er insgesamt 32 mal und war so etwas wie die Lebensversicherung der Allinger. Dass das in der Kreisklasse der Fall war, stört Trainer Buch nicht: „Wer so oft trifft, weiß auch drei Klassen höher, wo das gegnerische Tor steht.“ Den Ball nimmt der 24-jährige Stürmer auf: „Ich sehe das eher als Herausforderung und Motivation. Mir ist aber schon bewusst, was das für ein Riesenschritt ist.“ Mit Trainer Buch komme er super klar. Der passe prima zum SC Olching.

Der Trainer zeigt sich zuversichtlich, dass seine Mannschaft auf sportlichem Weg vom 16. Tabellenplatz noch ans rettende Ufer klettern kann.

Auch Fußballchef Reinhold Miefanger glaubt, dass man dafür keine coronabedingten Rechenschieber oder Quotientenregelungen braucht. „Wenn es denn mal losgeht“, so Miefanger. Seiner Ansicht nach müsse es absolute Priorität haben den Ligabetrieb durchzuziehen. Der Ligapokal sei eher ein Klotz am Bein. Doch unabhängig vom sportlichen Werdegang des SC Olching steht eines bereits fest. „Der Trainer sitzt bei uns fest im Sattel – auch in der nächsten Saison.“

Schließlich plant man in der Fußballabteilung langfristig eine Umstrukturierung der Jugend – und setzt dabei auf den Trainer der ersten Mannschaft. Buch, der bei seiner vorherigen Station SpVgg Unterhaching hochklassig im Nachwuchsbereich unterwegs war, soll seine Erfahrung dabei einbringen.

Hans Kürzl

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