TechnoMarkt beendet Sponsoring für den SCF – Vertrag wird nicht mehr verlängert - Situation für den Verein verschärft sich 

Hauptsponsor steigt aus beim SC Fürstenfeldbruck 

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Sechs Jahre lang hieß das Stadion an der Klosterstraße „Expert-TechnoMarkt-Stadion“ – bald heißt es wieder schlicht und einfach „Stadion an der Klosterstraße“.

Fürstenfeldbruck -  Schon einige Wochen lang hielt sich hartnäckig das Gerücht in der Kreisstadt, dass der SC Fürstenfeldbruck einen seiner Hauptsponsoren verlieren wird. Jetzt hat sich das Gerede bestätigt: Der Namensgeber des Stadions, die Elektro- und Elektronikfachmarktkette TechnoMarkt mit 16 Filialen in Südbayern, 500 Mitarbeitern und Verwaltungssitz in Alling, kündigte an, den im März auslaufenden Vertrag nicht mehr zu verlängern.

 

Damit verschärft sich die Finanzlage des finanziell ohnehin seit Jahren angeschlagenen Brucker Sportclubs weiter. Der Rückzug des Premiumsponsors trifft den Landesligisten aus der Kreisstadt aber dennoch überraschend, hatte der Verein mit doch einer Vertragsverlängerung spekuliert, nachdem sich das Unternehmen gegenüber dem Brucker Sportclub lange bedeckt hielt. 

„Es ist schade, dass wir jetzt aus der Zeitung erfahren müssen, dass der Vertrag nicht mehr verlängert wird“, zeigte sich Fußball-Abteilungsleiter Alfred Thurner enttäuscht insbesondere von Siegfried Müller, einem der vier Geschäftsführer des TechnoMarkts. „Er war zwei Jahre unser Präsident und hätte uns vorher unterrichten können“, so Thurner. Im Januar 2010 wurde „Siggi“ Müller zum Präsidenten des Brucker Fußballclubs gewählt und gab nach zwei turbulenten Jahren im Februar 2012 seinen Posten genervt auf. 

Der Sponsorvertrag blieb davon allerdings unberührt. Peinlich für den Verein, dass der Ex-Präsident und Sponsor mit über zweijähriger Verspätung und erst auf Anraten von Ehrenpräsident Hans Hahn seine Entlastung durch die Mitglieder bei der Versammlung im Mai 2014 erhielt. Für den Nachnachfolger von Siegfried Müller im Amt des Präsidenten, Jakob Ettner, zwischendurch hatte der langjährige Vizepräsident Eckart Lutzeier das Präsidentenamt für ein Jahr inne, stellt die Namensrückführung das geringste Problem dar, vielmehr schmerzen ihn die fehlenden Einnahmen. Immerhin fehlt dem Brucker Sportclub damit zukünftig eine fünfstellige Summe, man spricht von 13.000 Euro pro Saison. Für den SCF, den immer noch ca. 100.000 Euro Schulden drücken, zählt aber jeder Euro. Umso erstaunlicher ist es, dass sich die Mannschaft in der Landesliga wacker schlägt und trotz aller finanziellen Nöte eine gute Rolle spielt. 

Schon in der vergangenen Saison zeigten die Spieler Charakter und verzichteten nach der Winterpause auf ihre Gage. Das könnte der Mannschaft freilich heuer erneut blühen. Präsident Ettners erste Reaktion, als er vom Ausstieg des TechnoMarkt als Sponsor erfuhr, „dann melden wir halt unsere Landesliga-Mannschaft ab“, war zwar nicht ganz ernst gemeint, aber der SCF-Präsident hält diese Option letztlich nicht für ausgeschlossen. Mit dem Rückzug des TechnoMarktes als Sponsor des Stadions wird die Mannschaft auch keine Trikots mit dem Logo des Unternehmens mehr erhalten. Bei der Entfernung der Werbebanden mit dem Firmenlogo rund ums Spielfeld sowie dem Abbau des Eingangsportals wird das Unternehmen dem Sportclub unter die Arme greifen, so dass dem Verein keine weiteren Kosten entstehen. Nachdem es ab März viele weiße Werbeflächen im Klosterstadion geben wird, dürfte die Hauptaufgabe für das Präsidium in den nächsten Wochen und Monaten lauten, auf die Suche nach neuen Werbepartnern zu gehen. 

Dieter Metzler

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