BSV Playhouse FFB wieder ganz vorne in Bayern 

Wieder Nummer eins: Billard-      Bundesliga-Mannschaft in FFB   

+
Die siegreiche Brucker Playhouse-Mannschaft mit Florian Hammer, Roman Hybler, Christoph Reintjes und Harry Stolka.

Fürstenfeldbruck - Die Billard-Bundesliga-Mannschaft BSV Playhouse Fürstenfeldbruck ist wieder die Nummer eins in Bayern. Nach einem 4:4-Unentschieden und einem 5:3-Sieg über den Landkreis-Nachbarn aus Dachau überholten die Kreisstädter den Verein   in der Tabelle und rückten auf den dritten Platz vor.

 „Eine starke kämpferische Leistung unserer Jungs. Sie kamen ein ums andere Mal nach Rückständen zurück. Man merkte jedem an, das er den Sieg gegen Dachau unbedingt wollte. Unglaublich“, lobte Playhouse-Präsident Stefan Klein nach den beiden Derbys sein Team. Auch der zugleich unter den beiden Vereinen zum zweiten Mal ausgespielte Wanderpokal „Stern des Südens“ bleibt nach dem Gesamtergebnis der beiden Derbys mit 9:7 für ein weiteres Jahr im Pokalschrank der Brucker. Zwei spannende Abende lieferten sich die beiden Landkreis-Nachbarn. Nicht zuletzt durch die Dachauer Neuverpflichtung, den mehrfachen Welt- und Europameister Ralf Souquet. Doch auch das Playhouse-Team mit der tschechischen Nummer eins, Roman Hybler, Eurotour-Gewinner Harry Stolka, MVP-Player 2012 Florian Hammer und dem mehrfachen bayerischen Meister Christoph Reintjes war hochmotiviert und super vorbereitet. Das erste Derby fand am 11.Januar vor 120 Zuschauern im Playhouse in der Brucker Hasenheide statt. Im ersten Durchgang konnte nur Hammer sein Neunball-Spiel klar mit 3:0 gewinnen.

 Und somit stand es nach der unglücklichen Niederlage von Hybler zur Pause 1:3. Nach dem Sieg vom stark spielenden Souquet und 1:2 Satzrückständen von Stolka im Acht-Ball und Hammer im Zehn-Ball sah es schon nach der ersten Niederlage gegen Dachau nach zwei Jahren aus. Aber Roman Hybler brachte die Brucker nach seinem Sieg im 14/1 mit 125:103 gegen den amtierenden Europameister Domenic Jentsch zurück ins Spiel. Nachdem dann auch Hammer sein Zehn-Ball-Spiel gegen Manuel Ederer im fünften Satz noch mit 3:0 drehen konnte, lag alles an Stolka, um das Unentschieden zu retten. 

Benni Heimerer fehlte nur noch ein Spiel zum Sieg, aber er konnte seine Chance nicht nutzen. So kämpfte sich Stolka zurück ins Match und ließ sich den Sieg mit 3:1 im entscheidenden Satz nicht mehr nehmen. Mit einer starken kämpferischen Leistung sicherten sich die Brucker noch das 4:4 Unentschieden. Nur 24 Stunden später trafen die beiden Teams in Dachau zum Rückspiel aufeinander. Vor über 160 Fans war dieser Spieltag an Spannung und Emotionen nicht mehr zu überbieten. Los ging es gleich mit einem Paukenschlag von Hybler. Er ließ dem Jugendeuropameister Ederer nicht den Hauch einer Chance und gewann im 14:1 nach einer Serie von 117 Bälle in Folge, klar mit 125:10. Dachaus Billard-Profi Souquet verlor zwar den ersten Satz im Zehn-Ball-Spiel, gewann anschließend aber die nächsten drei Sätze und holte den ersten Punkt für Dachau zum Ausgleich 1:1. Im Acht-Ball-Spiel behielt der Dachauer Europameister Jentsch die Nase vorn und gewann mit 3:1 Sätzen. Bei Reintjes lief es anfangs recht unglücklich und er lag schnell mit 0:2 Sätzen hinten. Aber dann spielte er sehr konzentriert und kam zurück. Die nächsten drei Sätze gingen an den Brucker. So ging es mit einem 2:2 in die Halbzeit. In der Rückrunde zeigte Souquet nahezu perfektes Billard und ließ Hammer keine Chance im Neun-Ball. Stolka spielte routiniert sein Zehn-Ball mit 3:0 Sätzen nach Hause. Wieder einmal lag es an Brucks Top-Spieler Hybler im Acht-Ball-Spiel den wichtigen vierten Punkt zu sichern. Nach 1:1 in Sätzen und ausgelassener Chance vom jungen Dachauer Heimmerer nutze Hybler die sich bietende Chance und entschied die nächsten beiden Sätze für sich. Jentsch führte im abschließenden 14/1 bereits mit 99:26 gegen Reintjes und ein erneutes Unentschieden lag in der Luft. Doch Reintjes machte noch mal auf und holte Punkt für Punkt auf. Mit einer unglaublichen Serie von 79 Bällen übernahm er die Führung. Er musste Jentsch beim Stand von 105:99 aber nochmals an den Tisch lassen. Als der Dachauer einen entscheidenden Ball verschoss, war der Weg frei zum nicht mehr für möglich gehalten Sieg. Unter dem unglaublichen Jubel der mitgereisten Fans feierte der BSV Playhouse den wohl emotionalsten Sieg der Fürstenfeldbrucker Bundesligamannschaft mit einem 5:3 gegen Dachau.   

Dieter Metzler 

 

Auch interessant

Meistgelesen

Landkreis-Schiris oben auf
Landkreis-Schiris oben auf
"Alte Helden" wieder auf dem Eis
"Alte Helden" wieder auf dem Eis
Beim Freundschaftturnier in Trefferlaune
Beim Freundschaftturnier in Trefferlaune
Nullnummer beim Derby in Mammendorf
Nullnummer beim Derby in Mammendorf

Kommentare