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Kunstrasen wird saniert

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Von: Hans Kürzl

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Der Kunstrasen in Germering muss dringend ausgetauscht werden.
Der Kunstrasen in Germering muss dringend ausgetauscht werden. © Hans Kürzl

Germering – Noch trainieren Jugendfußballer des SV Germering darauf, auch die erste Herren-Mannschaft hat in der abgelaufenen Saison darauf das eine oder Punktspiel bestritten. Doch der Kunstrasen ist schwer in die Jahre gekommen. Als sanierungsbedürftig wurde er in der Sitzungsvorlage des jüngsten Planungs- und Bauausschusses bezeichnet. Germerings Sportreferent Christian Gruber (SPD) wurde deutlicher: „Im Prinzip liegt er in Fetzen.“ Nun wird der Kunstrasen für rund 260.000 Euro in den Sommerferien und im Herbst generalsaniert.

Dabei wird der bestehende Belag vorsichtig vom Unterbau abgeschält. Danach werden die Elastik- und Asphalttragschicht auf Schäden geprüft. Im Bereich des Ballfangzauns wird zusätzlich eine Wurzelschutzfolie angebracht, um das erneute Hereinwachsen von Wurzelwerk auf die Sportplatzfläche zu verhindern. Der Neubelag wird auch den aktuellen Umweltanforderungen entsprechen und frei von Mikroplastik sein.

Der Kunstrasenplatz des SV Germering an der Max-Reger-Straße wurde 2007 erstellt – mit einer erwarteten Nutzungsdauer von zwölf bis 15 Jahren. „So hat er inzwischen sein ,Lebensende’ erreicht“, wie die Stadtverwaltung feststellte. Bereits seit 2018 mussten in regelmäßigen Abständen immer wieder Geldmittel für Reparaturarbeiten eingestellt werden – auch aus sicherheitstechnischen Gründen. Stellenweise hatte sich der Kunstrasenbelag sogar schon gelöst. Zudem bestand durch kleinere Aufwölbungen und Löcher zunehmend Verletzungsgefahr.

Die Generalsanierung wird allerdings formal nicht über die Stadt abgewickelt, wie es ursprünglich vorgesehen war. Als Bauherr wird der SV Germering selbst auftreten. Der Sportreferent dankte in diesem Zusammenhang dem SVG-Vizepräsident Josef Doll, der sich engagiert in die Problematik eingebracht habe. „Die Sanierung kommt dem Verein zugute und ist Anerkennung für dessen Arbeit“, stellte Gruber außerdem fest.

Weil der SVG als Bauherr auftritt, war ein Projektbeschluss nicht mehr notwendig. Bereits im April hatte der Hauptausschuss einem Investitionszuschuss seine Zustimmung erteilt. Oberbürgermeister Andreas Haas (CSU) erklärte, das Projekt sei angesichts der Kostensumme dem Planungs- und Bauausschuss bewusst zur Kenntnisnahme vorgelegt worden.

Hans Kürzl

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