Taekwondo-Schule Fürstenfeldbruck zu Besuch im US-Bundesstaat Oregon

Begegnung mit Großmeister Jae-Hwa Kwon

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Taekwando-Schule: stehend von links: Großmeister Jae-Hwa Kwon, Uwe Reichelt, Sebastian Schmelcher, Moritz Müller, Hanna Plattner, Robert Förg, Lena Plattner, Lea Kiemer, Klaus Haggenmüller, Schulleiter Fred Winter; (kniend v. li.): Janick Ben El Mekki, Annelie Barg, Marie Gstattenbauer, Denise Kürschner.

Fürstenfeldbruck - Auch in diesem Jahr besuchte die Taekwondo-Schule unter der Führung von Schulleiter Fred Winter den Großmeister Jae-Hwa Kwon in Portland im US-Bundesstaat Oregon. Als eine „Reise fürs Leben“ bezeichneten die zwölf Schüler des Taekwondo-Centers aus der Kreisstadt den einwöchigen Trainingsaufenthalt vom 14. bis 21. Februar.

Sechs Schüler erhielten nach erfolgreicher Prüfung aus den Händen des Meisters Kwon den Schwarzgurt überreicht, ein Schüler legte erfolgreich die Prüfung zum 3. Kup ab. Vier Stunden täglich trainierten die Bruckerinnen und Brucker im Alter zwischen 15 und 44 Jahren mit dem Großmeister. „Warum mache ich Taekwondo?“ fragte Kwon die Schülerinnen und Schüler aus der Kreisstadt. Die Antwort sieht man dem inzwischen 78-Jährigen an. „Um Körper und Geist fit zu halten.“ Dabei geht es aber nicht darum, wer der Schnellste, der Stärkste oder Klügste ist, sondern darum, in allem, was man tut, sein Bestes zu geben und unermüdlich an sich zu arbeiten. Wichtige Bestandteile des Trainings sind Konzentration und Ausdauer, die Fähigkeit, sich und seine Gedanken zu kontrollieren und Angst und Erschöpfung zu überwinden. Den wohl größten Eindruck hinterlässt der Großmeister neben seiner außergewöhnlichen Persönlichkeit bei seinem legendären Kieselsteinbruchtest, bei dem er einen Flusskiesel mit der bloßen Hand zerschmettert. Vor den Trainingseinheiten berichtete Meister Kwon den Sportlern von seinem Leben. Schon in jungen Jahren erhielt er in Korea Unterricht in Taekwondo. Mit 29 Jahren wurde er Mitglied eines fünfköpfigen Demonstrationsteams, das Taekwondo in der westlichen Welt bekannt machen sollte. Er war Mitbegründer des Deutschen Taekwondo Verbandes und distanzierte sich bewusst von der modernen Art des Kampfsports mit Körperkontakt. Bei der Prüfung mussten die Schüler verschiedene Bruchtests, Formen (Hyongs) und Partnerübungen (Übungen des freien Kampfes und verschiedene Variationen) sowie die neuen Technik-Kombinationen des Großmeisters vorführen. Die einwöchige Reise hat den Kampfsportlern aus der Kreisstadt ein noch tieferes Verständnis zu Taekwondo vermittelt. Kwons Worte zum Abschied „one life – one body“, (ein Leben – ein Körper) wird die Schüler aus Bayern zu noch größerer Motivation beflügeln. Denn in übertragenem Sinn bedeutet der Spruch, Körper und Geist durch kontinuierliches Training bis ins hohe Alter gesund und beweglich zu halten. Die trainingsfreie Zeit die Sportler, um Portlands „American way of life“ zu erleben, Meerluft am Pazifik zu atmen und die gigantischen Multnomah-Wasserfälle zu bestaunen. 

Dieter Metzler

 

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