Erstmals haben die Tennisfreunde FFB eine Seniorentruppe Ü70 zu einer Punktrunde des Bayerischen Tennisverbandes gemeldet 

Tennis Ü70  - Lebenslänglich Sport

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Die ü70 der Tennisfreunde Fürstenfeldbruck, von links: Klaus Zieglmeier, Wilfried Kalmeier, Erich Schuster, Willi Albrecht, Heinz Gembler.

Fürstenfeldbruck – Motivation zum lebenslangen Sporttreiben – Motto: Sport, Spiel, Spannung. Beispiel Tennis ü 70:  Erstmals haben die Tennisfreunde FFB eine Seniorentruppe ü 70 zu einer Punktrunde des Bayrischen Tennisverbandes gemeldet. Die Erfahrungen, so die rüstigen Herren nach Beendigung der Runde, sind ungeheuer positiv. Sie mochten nicht zuerst den reinen sportlichen Erfolg dabei nennen, obwohl sie immerhin Erster wurden und nun in die Bezirksliga aufsteigen. Getreu dem Motto von Baron de Coubertin: „nicht der Sieg, die Teilnahme ist wichtig“, waren es vielmehr die persönlichen Begegnungen mit den Spielern der anderen Mannschaften, die in einer Hin- und Rückrunde entstanden und vertieft wurden. 

 Bemerkenswert dabei jene Fitness bei den Oldies, die sowohl das körperliche, als auch das geistige Vermögen umfasst. Gilt es doch, die Ressourcen mit Verstand einzusetzen, um zu Verletzungen zu vermeiden. Auch die Fairness allgemein ist hervorzuheben, denn die sonst häufigen Streits bei jüngeren, ob Bälle „in“ oder „out“ sind, gibt es bei diesen Oldies kaum mehr. All diese Sportler jenseits der 70 sind auch im familiären und gesellschaftlichen Leben noch bestens vernetzt. Da wurde nach den Spielen über die beruflichen Erfahrungen ebenso geplaudert wie über die anderen sportlichen Aktivitäten. Zur Entdeckung der Persönlichkeiten einige Beispiele. Gerhard Miosga, Jahrgang 1934, von den Oberpfaffenhofenern, paddelte mit dem Kajak noch als 61 jähriger durch die Maggelanstraße vom Atlantik zum Pazifik. Er verfasste Bücher über Infrarottechnik und Strahlungsforschung und begab sich auf Fridtjoff Nansens Spuren bei einer Expedition durch Grönland. Sein Motto: „aus eigener Kraft“ passte genau zum Titel von Klaus Zieglmeiers Buch: „Wenn´s drauf ankommt…“, das ihn bayernweit bekannt machte. Zieglmeier, schon seit drei Jahren im Einzel unbesiegt, spielte im Doppel übrigens mit Wilfried Kalmeier, einem Kameraden, mit dem er schon als zweijähriger im „Sandkasten“ gespielt hat und der als Ringer Meisterschaften gewann. Oder Werner Anzill von den Starnbergern, der bei 1860 in den Anfangsjahren in der Bundesliga spielte. Spielführer Heinz Gembler war ebenso begeistert von der Runde und hob in dieser Funktion natürlich das sportliche Abschneiden hervor. Er festigte mit Doppelpartner Willi Albrecht (Jahrgang 1938) den Erfolg gegen den zweitplatzierten Starnberg.  

Klaus Zieglmeier

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