900 Zuschauer verfolgten das spannende Handballspiel des TuS Fürstenfeldbruck gegen Altmeister TV Großwallstadt

TuS-Handballer zwingen Altmeister in die Knie

+
Sebastian Meinzer setzte sich gegen die starke Großwallstädter Abwehr durch und erzielte Sekunden vor Schluss den erlösenden Treffer zum 29:27-Sieg

Fürstenfeldbruck – Was für ein Handballkrimi in der Wittelsbacher Halle. Unter dem Jubel von 900 Zuschauern feierte die Mannschaft von TuS-Trainer Martin Wild mit 29:27-Toren über den Altmeister TV Großwallstadt am zweiten Spieltag in der 3. Bundesliga eine gelungene Heimpremiere. Selbst der Präsident des Bayerischen Handball-Verbandes (BHV), Gerd Tschochohei, ließ es sich nicht nehmen und verfolgte das Handball-Spektakel live, und auch das Bayerische Fernsehen war vor Ort.

Lange vor dem Anpfiff um 19.30 Uhr herrschte in der Halle bereits eine tolle Atmosphäre. Als die Handballer kurz vor Spielbeginn einzeln über Lautsprecher in die Halle hereingerufen wurden und von Kunstnebelschwaden umhüllt einliefen, glich die Halle einem Tollhaus. Jubel brandete auf und die Zuschauer wedelten ihnen von der Tribüne aus mit roten und weißen Luftballons zu. Die Trommlergruppe Diappo sorgte für einen Höllenlärm, schon bevor der Anpfiff erfolgte.

Schon zur Halbzeitpause deutete sich an, dass die Brucker gegen den ehemals „Großen“ in der deutschen Handballszene erfolgreich bestehen und nach dem 25:23-Auswärtssieg zum Saisonauftakt beim Aufsteiger TV Gelnhausen auch in der Wittelsbacher Halle triumphieren könnten. Dass die Seiten nach 30 Minuten beim 13:12 nur mit einem Tor Vorsprung für die Kreisstädter gewechselt wurden, lag in erster Linie daran, dass die Wild-Schützlinge viele hochkarätige Chancen liegenließen. Gegen den ehemaligen sechsfachen Deutschen Meister entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, wobei die Brucker Handballer bis zum 7:7 in der 14. Minute stets führten.

Auch vom erstmaligen Rückstand ließen sich die TuS-Handballer nicht irritieren. Frenetisch angefeuert von ihren Fans schlugen die Brucker Panther immer wieder zurück. Als die Gastgeber gar mit drei Toren auf 12:9 davonzogen, stand die Halle Kopf. Doch die routinierten Großwallstädter ließen sich durch die Hexenkessel-Atmosphäre nicht aus dem Konzept bringen. Bis drei Minuten vor dem Pausenpfiff gelang ihnen der 12:12-Gleichstand. Trotz doppelter Unterzahl aber konnten die TuS-Handballer einen Ein-Tore-Vorsprung mit in die Halbzeitpause nehmen, wobei ihnen noch ein weiterer Treffer vom Kampfgericht aberkannt wurde, weil er angeblich nach der Pausensirene gefallen sein soll.

Das Auslassen der Chancen war dann auch Thema während der Besprechung in der Halbzeitpause. In der 39. Minute ging der TuS mit 17:16 in Führung, nachdem zuvor der starke Brucker Torwart Lucas Kröger einen Siebenmeter abgewehrt hatte. Die knappe Führung gaben die TuS-Panther nicht mehr aus der Hand, machten sich aber, nachdem sie vier Minuten vor Schluss mit 27:23-Toren führten, das Leben selbst noch mal schwer. Großwallstadt agierte in der Schlussminute mit einer offenen Deckung und der Vorsprung schmolz auf 28:27. Doch Sekunden vor der Schlusssirene erlöste Sebastian Meinzer mit dem Treffer zum 29:27-Endstand Mannschaft, Trainer und Anhänger. „Das war nicht nur ein Erfolg mit zwei Punkten gegen den Abstieg, sondern auch einer für die Psyche“, sagte der ehemalige Handball-Manager Erich Raff nach der dramatischen Begegnung mit dem glücklichen Ende für die TuS-Handballer. 

Dieter Metzler

Auch interessant

Meistgelesen

Landkreis-Schiris oben auf
Landkreis-Schiris oben auf
"Alte Helden" wieder auf dem Eis
"Alte Helden" wieder auf dem Eis
Doppelpleite für Landkreis-Teams im zweiten Spiel
Doppelpleite für Landkreis-Teams im zweiten Spiel
Beim Freundschaftturnier in Trefferlaune
Beim Freundschaftturnier in Trefferlaune

Kommentare