Traditionsspiel der "Unter-Hundertjährigen auf Einladung des F.A.S.S. e.V. im Erika-Heß-Eisstadion 

Die "Uhus" des EV FFB traten in der Bundeshauptstadt Berlin auf 

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Kniend Rolf Brändle (im 70. Lebensjahr), dahinter von links: Klaus Zieglmeier (70.), Vinzenz von Feilitzsch (69.), Rudi Sailer (72.), Hans Christner (68.), Eduard Bscheid (82.), Vlado Hazier (68.) und Wolfgang Rohrbeck (65.).

Fürstenfeldbruck – Zu einem ganz besonderen Eishockey-Spiel brachen Anfang Februar die „Uhus“ („Unter-Hundertjährigen“) des EV Fürstenfeldbruck in die Bundeshauptstadt nach Berlin auf: Auf Einladung des F.A.S.S. e. V. (Freier Akademischer Sportverein Siegmundshoff) traten die Brucker Oldies zwischen 65 und 82 Jahren unter der Führung Klaus Zieglmeier zu einem Traditionsspiel im Berliner Erika-Heß-Eisstadion an.

Die Freundschaft mit dem Berliner Eishockeyclub pflegt der ehemalige EVF-Präsident Klaus Zieglmeier, der zu den „Ur-Vätern“ des mittlerweile ältesten und zu einem der renommiertesten Eishockeyclubs in Norddeutschland zählt, seit über 40 Jahren. 1969 kam Zieglmeier als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Sportinstitut der TU Berlin und führte dort zur Begeisterung der Studenten Eishockey ein. Aus der TU-Mannschaft ging F.A.S.S. hervor. 

Zunächst bestritt man nur Freundschaftsspiele, stieg 1973 in den Spielbetrieb ein und wurde sogleich Meister in der Regionalliga Nord. Hinter Gegnern wie EC Hannover, Herner SV, Grefrather EC, Eintracht Frankfurt und ERV Essen belegte die Studenten-Mannschaft 1974 einen hervorragenden sechsten Platz in der Oberliga Nord. Hier spielten neben Zieglmeier auch Erwin Ganster und Wolfgang „Bulle“ Rohrbeck mit, die beim Traditionsspiel für die F.A.S.S.-Mannschaft aufs Eis gingen. 1976 verließ Zieglmeier Berlin in Richtung Bruck, wo er im Fliegerhorst als Diplom-Sportlehrer arbeitete. Für seine Eishockey-Leidenschaft fand Zieglmeier beim EV Fürstenfeldbruck eine neue sportliche Heimat. Verstärkt mit einigen Spielern von bayerischen Clubs gewann die Brucker Mannschaft die freundschaftliche Begegnung in Berlin mit 10:9-Toren, wobei sich der Brucker Block besonders auszeichnete. Stark waren aber auch der ehemalige Moosburger Torhüter Rolf Brändle, der Dachauer Vlado Hazier und der Münchner Vinzenz von Feilitzsch. Mit fünf Treffern und vier Vorlagen zählte Zieglmeier zu den erfolgreichsten Spielern, gefolgt von Hans Christner (zwei Tore, ein Assist). Mit fast 82 Jahren wurde Eduard Bscheid als ältester Spieler geehrt. 

Dieter Metzler

 

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