Vom Provisorium zur Dauerlösung - Vereinshütte des TSV

West-Provisorium feiert 20-jähriges Jubiläum

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Zwei große Schautafeln halten das Ereignis vor 20 Jahren für die „Ewigkeit“ fest. Die Mitstreiter und Helfer freuten sich über die Einladung von West-Präsident Günter Eichinger und schwelgten an diesem Abend stundenlang in Erinnerungen

Fürstenfeldbruck – Vom Provisorium zur Dauerlösung. Wer hätte das vor 20 Jahren gedacht, dass die Vereinshütte des TSV West einmal zu einer Dauerlösung für den Fußballverein im Brucker Westen werden würde? In der fast 45-jährigen Geschichte des Vereins haben die Mitglieder fast die Hälfte ihres bisherigen Daseins in dem längst „liebgewonnenen Provisorium“ verbracht.

TSV West Präsident Günter Eichinger, der inzwischen fast ebenso lange die Geschicke des Vereins führt, nahm das 20-jährige Jubiläum der Vereinshütte vom 23. Februar zum Anlass, am Abend des 26. Februars alle Mitstreiter und Helfer, die zum Aufbau der Hütte tatkräftig Hand angelegt haben, einzuladen, um im Rahmen einer kleinen Feierstunde an die Geburtsstunde des Vereinsheims an der Cerveteristraße zu erinnern. „Ich danke euch allen für eure Unterstützung, die ihr damals dem Verein gewährt habt“, sagte Eichinger bei seinem kurzen Grußwort.

 „Ohne euch würde es die Hütte wohl nicht geben“, meinte er. „Ich wollte aber mit einer Feier nicht bis zum 25-jährigen Jubiläum warten, denn es könnte sein, dass unsere Hütte das Jubiläum nicht mehr erleben wird“, spielte Eichinger dann auf das von der Stadt im Brucker Westen geplante neue Sportzentrum III an. Angeblich soll es im nächsten Jahr mit der Errichtung des neuen Sportgeländes mit Zweifachturnhalle, Vereinsheim und Plätzen gegenüber dem geplanten Neubau der Brucker Stadtwerke losgehen. Die „Vereinshütte“ sei quasi der Sponsor des Vereins, meinte Eichinger, denn durch die Eigenbewirtschaftung stelle die Hütte die Haupteinnahmequelle des Vereins dar. Einen Umzug in ein neues Vereinsheim könne sich Eichinger dann auch nur unter der Regie des TSV West vorstellen. Ansonsten könnte das womöglich der „Untergang für den Verein bedeuten“, meinte Eichinger.

 Beim Auszug werden sicherlich bei dem einen oder anderen Mitglied Tränen fließen. In einer bis dahin in der Geschichte des Vereins beispiellosen von vielen Mitgliedern getragenen Aktion, errichteten in der Zeit vom 9. September bis 23. Februar 1995/96 rund 15 handwerklich vorbelastete Mitglieder die Vereinshütte. Hauptantreiber war Eichinger, der damalige Jugendleiter des Vereins. Die Stadt unterstütze die Eigeninitiative des Vereins mit 25.000 DM, der zweite Vorstand Otmar Tholler stellte Material von 26.000 DM zur Verfügung. „Insgesamt haben wir 69.000 DM verwerkelt“, berichtete Eichinger. Das restliche Geld kam durch Spenden zusammen. „Was hier auf die Beine gestellt wurde, kann sich wirklich sehen lassen“, sagte die damalige Bürgermeisterin Eva-Maria Schumacher bei der feierlichen Einweihung am 23. Februar und überreichte dem damaligen West-Präsidenten Dieter Metzler einen Zinnteller zur Erinnerung an die Einweihung.

Eine große Unterstützung erfuhr der Verein damals durch Stadtkämmerer Hans-Joachim Hengstenberg und den geschäftsleitenden Beamten Peter Kröning. Der seit vielen Jahren in Siegen beheimatete Hengstenberg, den Eichinger zur 20-jährigen Jubiläumsfeier eingeladen hatte, schickte eine E-Mail. Er erinnere sich noch sehr gut an die Bürgerversammlung im Brucker Westen, als sich Eichinger damals zu Wort gemeldet hatte und von der Not der Fußballjugend sprach. Letztlich könne der Verein sehr stolz sein, haben doch die Mitglieder durch ihre tolle Eigenleistung gezeigt, wie man aus ehemaligen Bundeswehr-Baracken ein gemütliches Vereinsheim schaffen kann.

Dieter Metzler

 

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