Verhaltene Freude: SCUG –Handballer lassen letzte Saison Revue passieren

Ein "Unwürdiger" Saisonabschluss

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Die zweite Herrenmannschaft bei ihrem Aufstieg.

Germering – Obwohl mit dem sicheren Landesligaerhalt, dem Bezirksligaaufstieg der Reserve und dem vierten Platz der Damen die Saisonziele mehr als erreicht wurden, kann die Freude bei den Germeringer Handballern nur verhalten gezeigt werden.

Vorletzte Woche hat der Bayerische Handballverband offiziell die Beendigung der laufenden Saison bestätigt und seit dem 1. Mai sind nun auch die endgültigen Abschusstabellen der Saison 2019/20 veröffentlicht. Dabei dürfen sich die im Vorjahr aufgestiegenen Herren mindestens auf ein weiteres Jahr in der Landeliga freuen, nachdem sie sich als 8. von insgesamt 14 Mannschaften auf Anhieb auf einem achtbaren Platz im Mittelfeld etablieren konnten. Bekanntlich gibt es aufgrund des Saisonabbruchs keine Absteiger und nur die beiden Erstplatzierten (Haunstetten und Eichenau) dürfen eine Liga höher, in die Bayernliga, aufsteigen. Am 12. März waren die Mannschaften des SCUG letztmals in der Germeringer Realschulhalle zusammengekommen, um zu trainieren. Statt Training wurde es ein Abschied, dessen offizielles Ende im Moment noch nicht absehbar ist. Eine Kommunikation innerhalb der Teams findet derzeit nur virtuell statt und auch die legendäre Saisonabschlussfeier und Hallenparty fielen der Corona-Krise zum Opfer. 

"Ein unwürdiger Abschluss" sagt Herrentrainer Christopher Dück

Herrentrainer Christopher Dück spricht daher vom unwürdigen Abschluss einer Saison, die nicht nur sein Team so nicht verdient hat. So bleibt der zuletzt recht positive Trend in der ersten Landesliga Saison des SC Unterpfaffenhofen unverdientermaßen nur wenig sichtbar. Auch die zweite Herrenmannschaft kann ein Lied davon singen. Eigentlich wollte das von Spielertrainer Benedikt Schreiner und A-Jugendtrainer Andreas Heßelmann betreute Team am 14. März alles klar machen. Mit einem Sieg gegen den ärgsten Verfolger, Gilchings Zweite, sollten Meisterschaft und Aufstieg vorzeitig perfekt gemacht werden. Mit nur einer Niederlage, aber 16 Siegen, hat der SC Unterpfaffenhofen die Bezirksklasse 2019/20 bereits deutlich dominiert. Auch den TSV Gilching II, der als Zweiter nun mit nach oben in die Bezirksliga darf, hatte man im Hinspiel mit 31:18 bereits deutlich in die Schranken gewiesen. Wenigstens ließen sich die frisch gekürten Aufsteiger die Party nicht vermiesen lassen und haben sich über WhatsApp spontan zu einer virtuellen Feier verabredet. Schließlich beendeten auch die Frauen ihre zweites Jahr in der Bezirksoberliga auf einem guten vierten Rang, einen Platz besser als in der letztjährigen Aufstiegssaison. Außer mit dem Meister und Aufsteiger, der Drittligareserve der HSG Würm, konnte man mit allen anderen Spitzenteams gut mithalten und punkten. Den Aufwärtstrend soll in der kommenden Saison ein neuer Trainer fortsetzen. Nach dem Ausscheiden von Dauerbrenner Viktor Horelt, der diese Saison dankenswerterweise als Zugabe angehängt hatte, laufen aktuell die Gespräche mit potenziellen Nachfolgekandidaten. Alle Mannschaften sehnen den Zeitpunkt herbei, dass wieder gemeinsam trainiert werden kann. Wann das sei, stehe derzeit noch in den Sternen.

red

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