Optimismus trotz vielem Wechsel

SC Fürstenfeldbruck: Klassenerhalt oder Abstieg

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Junge Spieler geben dem Trainer zu wenig Zeit: SCF-Trainer Michael Westermair glaubt totzdem an seine Elf und an den Klassenerhalt.

Fürstenfeldbruck – Es war von Saisonbeginn an klar, dass der SC Fürstenfeldbruck nach dem Abstieg aus der Landesliga auch in der eine Klasse tiefer liegenden Bezirksliga einen schweren Stand haben würde. Zu groß war der Aderlass, den die Mannschaft verkraften musste. Elf Spieler hatten dem Sportklub den Rücken gekehrt und sich neue Vereine gesucht.

Trainer Michael Westermair besaß die schwere Aufgabe, eine schlagkräftige Mannschaft mit etlichen Neuzugängen aus unteren Ligen sowie aus der eigenen Jugend auf die Beine zu stellen. Das funktionierte anfangs nicht wirklich. Sieben Niederlagen und zwei Unentschieden dauerte es letztlich bis die Brucker bei der DJK Pasing mit einem 4:0 den ersten Saisonsieg feierten. Erst in der zweiten Hälfte der Vorrunde kam die Mannschaft besser zurecht und verabschiedete sich schließlich mit 22 Punkten (sechs Siege, vier Unentschieden, neun Niederlagen) auf dem zwölften Tabellenplatz in die Winterpause. Der Sprung zum rettenden Ufer beträgt allerdings nur einen Punkt, der Weg zum direkten Abstieg aber auch nur einen Punkt.

"Die Jungen haben keine Geduld"

Wenn Westermair zum 1. Februar erstmals die Spieler zum Training bittet, um sich intensiv auf die restlichen elf Begegnungen vorzubereiten, muss der Coach erneut auf fünf weitere Spieler verzichten. „Die Jungen haben einfach zu wenig Geduld“, sagte Westermair. „Wenn sie nicht zufrieden sind, dann wechseln sie gleich den Verein.“ Dabei würde es oft an ihnen selbst liegen, sich durch starke Trainingsleistung aufzudrängen.

Spieler wechseln zu anderen Vereinen

Mit dem 19-jährigen Michael Huber, dem 22-jährigen Sebastian Kraus, der 20-jährige Matey Kopic und dem 19-jährigen Fabio Gonschior schlossen sich gleich vier Spieler neuen Vereinen an. Huber und Kraus wechseln zum Landesligisten TSV Gilching, Kopic zum Liga-Konkurrenten SC Maisach und Gonschior zum Landesligisten nach Oberweikertshofen. Mit Benjamin Kromann, der im SCF-Dress gegen Lenggries mit drei Toren ein gelungenes Debüt feierte, verlieren die Brucker einen weiteren jungen Spieler. Der 21-Jährige zog nach Wolfsburg. „Die Qualität der Mannschaft hat sich nicht großartig verändert“, gibt sich Westermair optimistisch. „Wir werden nicht durchgereicht, sondern schaffen den Klassenerhalt.“ Eigentlich schmerze ihn nur der Weggang von Gonschior. „Es werden im Großen und Ganzen wieder die Spieler auf dem Platz stehen, die zuletzt die Punkte geholt haben.“

Trainer dennoch optimistisch

Verletzen dürfe sich halt niemand, meinte der Brucker Trainer, denn quantitativ sei man nicht so gut bestückt. „Wenn aber die Spieler, die bereits seit Saisonbeginn bei uns sind, wie Marcel Berger, der von Kottern kam, aber wegen eines Nasenbeinbruchs und aus beruflichen Gründen bisher zu keinem Einsatz kam, oder auch Ilija Slisko sowie Albion Morina, unser einziger Neuzugang in der Winterpause, mitziehen, dann habe ich 17 Spieler zur Verfügung. Sollte es nicht reichen, verstärke ich mich mit U19-Spielern wie Valentin Batzer, der ja bereits in der Vorrunde schon zu Einsätzen kam, oder Thomas Morche.“

Die Vorbereitungsspiele des SCF: 

5. Feb., 14 Uhr: SC Maisach – SC F, 11. Feb., 15 Uhr: SCF – BSK Olympia Neugablonz, 13. Feb., 19 Uhr: SCF – SC Oberweikertshofen, 18. Feb., 15.30 Uhr: SCF – SpVgg Erdweg, 25. Feb. 14 Uhr: SCF – FC Aich, 4. März, 15.30 Uhr: SCF – SV N-Lerchenau.

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