Germerings Volleyballerinnen beim Heimspielauftakt gegen TSV München-Ost und VfB Eichstätt.

Spiel aus der Hand gegeben

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Erster Saisonsieg für den SV Germering in der Bezirksliga beim Heimspielauftakt! Punktegarant Veronika Adamek mit Kapitän Andrea Härle (10)

Germering - Zum Heimspielauftakt empfingen die Germeringer Volleyballerinnen die Teams vom TSV München-Ost und VfB Eichstätt. Nach jeweils hundert Minuten Spielzeit konnten die Bezirksliga Damen des SVG an ihrem zweiten Ligaspieltag insgesamt vier Tabellenpunkte für sich verbuchen und bleiben erst einmal auf dem siebten Rang, nicht zuletzt da man in der Liga bisher mit die wenigsten Spiele absolviert hat.

Im Vormittagsspiel gegen die Münchner fand der SV Germering deutlich schneller ins Spiel, als noch zwei Wochen zuvor beim Saisonstart in Dachau. Gleich die ersten beiden Sätze konnten sich die Gastgeber mit einem deutlich besseren Aufschlagsspiel und gutem Angriff sichern auch wenn die Sätze mit 25:21 und 25:23 zum Ende hin knapper ausfielen und der über den Satz hinweg erspielte Punktevorsprung schrumpfte. Im dritten Satz machte man den anfänglichen zwei-Punkte Rückstand schnell wett und brachte sich mit 14:9 in eine gute Ausgangsposition für einen glatten 3:0 Sieg. Doch nicht nur diesen Satz sollten sich Germerings Damen aus der Hand nehmen lassen, als sich München heran arbeitete und beim 21:21 ausgeglichen hatten. In den SVG-Reihen vermisste man die guten Angriffe aus den ersten beiden Sätzen, hier hatten noch Paula Mattes über die Mitte und Veronika Adamek über die Außenposition wichtige Akzente setzen können. Völlig aus dem Tritt geriet man dann im vierten Satz, unnötige Nervosität schlich sich ein, und ein doch deutlicher 6:14 Rückstand war die Quittung.

Die Münchnerinnen die ihre letzten drei Spielbegegnungen in der Bezirksliga gewinnen konnten ließen sich ihre Chance zum Satzausgleich mit 16:25 nicht mehr nehmen. Im Entscheidungssatz hatten der SVG wieder den deutlichen besseren Start. Mit 5:1 legte man vor und vollzog den letzten Seitenwechsel mit einem fast komfortablen 8:4 Vorsprung und beim 10:5 hatte der TSV-Ost bereits seine beiden Auszeiten aufgebraucht. Beim 13:10 war der erste Saisonsieg greifbar nahe, doch ein zweites Mal sollte sich der SVG in diesem Spiel die Butter vom Brot nehmen lassen, nachdem man bereits im dritten Satz versäumte den Sack zu zumachen. Gute Chancen im Angriff und Block konnte der SVG nicht verwerten und hatte mit 13:15 ein etwas bitteres Nachsehen und erneut nur einen Trostpunkt erhalten. Ein Spiel Pause blieb dem Gastgeber, der die zweite Begegnung des Tages zwischen TSV München-Ost und dem VfB Eichstätt als Schiedsgericht zu leiten hatte, um sich für das Spiel gegen Eichstätt neu einzustimmen, während die topmotivierten Münchnerinnen mit einem klaren 3:0 (25: , 25:, 25: ) gegen den VfB überzeugte. Eine kleine Achterbahnfahrt vollzog der SV Germering im Spiel gegen die Domstädterinnen. Legte man mit einem 6:1 gut vor sollte man beim 21:14 wieder die Handbremse ziehen und den Gegner zum 25:22 Endstand herankommen lassen, um den Folgesatz mit 22:25 abzugeben. Im dritten Satz besann sich der SVG wieder auf seine Aufschlags- und Blockstärke um mit 25:18 wieder die Satzführung herzustellen. Mehr Dramatik bot der anschließende Durchgang. Germering lag schnell mit 16:9 hinten, und erst beim 14:21 schien der nötige Ruck durchs Team zu gehen. Die Angriffe saßen wieder und die Aufschläge kamen druckvoll und beim 20:22 sah die Welt für den Gastgeber deutlich freundlicher aus, wähnte man sich doch zwischenzeitlich in einem erneuten Tiebreak. Beim 24:22 vergab Kapitän Andrea Härle allerdings den Matchball und der folgende Annahmefehler ließ beim 24:24 nochmals Hoffnung bei Eichstätt aufkeimen, die der SVG allerdings erstickte und mit 27:25 erleichtert seinen ersehnten ersten Saisonsieg einfahren konnte. Mental gestärkt geht es in zwei Wochen gleich zum Rückspiel nach Eichstätt. Dort trifft man auch auf den Landesligaabsteiger MTV Ingolstadt, der mit derzeit sechzehn Punkten auf dem dritten Tabellenplatz liegt und am Wochenende zuhause gegen Aufsteiger TS Jahn München 3:0 gewann und gegen SC Freising im Tiebreak unterlag.

Jürgen Malter

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