Volleyball – Die Aufsteiger-Frauen des SV Esting entpuppen sich mehr und mehr zum Schrecken der Liga

Aufsteiger Esting mischt die Liga auf

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Jubel bei den Estinger Regionalliga Mannschaft, die bisher ungeschlagen durch die Liga marschiert. Anja Müller (li.), Sabine Pohl und Rabea Schneider (re.) jubeln nach einem gewonnenen Punkt.

Esting - Auch im fünften Saisonspiel verteidigte die Mannschaft von Trainer Christian Vetrovsky am 15. November in „Hölle“ von Marktoffingen erfolgreich die Tabellenführung in der Regionalliga. Mit einem 3:2 (25:21, 22:25, 25:21, 21:25, 15:5) Satzsieg im Gepäck kehrte die Mannschaft am Abend erfolgreich aus dem Nordries zurück. Als einziges Team stehen die Estinger Frauen weiterhin ohne Niederlage da.

Nachdem der Aufsteiger eine Woche zuvor bereits den Tabellenführer Hammelburg in eigener Halle in fünf Sätzen bezwang, musste sich auch der Tabellenvierte FSV Marktoffingen am Ende auf eigenem Boden der Willensstärke des Aufsteigers beugen. Als eine Begegnung, in der es auf und ab ging, beschrieb Pressesprecherin und Mitspielerin Anja Müller den Fight. Für Müller selbst war allerdings Mitte des ersten Satzes Schluss, als sie umknickte und sich das Außenband einriss. Sie rechnet mit einer zweiwöchigen Pause. 

Der Ausfall von Müller wog umso schwerer, da die Mannschaft ohnehin nur verletztungsbedingt mit sieben Spielerinnen angereist war. Dazu kam auch noch, dass die Youngsters in der zweiten Mannschaft aushelfen mussten und somit nicht zur Verfügung standen. Im ersten Satz dominierten die Gäste aus Esting und ließen sich auch nicht durch die 200 frenetischen Zuschauer, 50 davon in einem Stuhlkreis fast am Rande des Spielfeldes, – „man saß mit dem Hintern fast den Zuschauern im Gesicht“, meinte Müller dazu, aus dem Rhythmus bringen. Den zweiten Satz bezeichnete Müller als „blutleer“. Man habe sich dem Spiel des Gegners angepasst. Im dritten Satz rissen sich die Estinger Frauen aber wieder zusammen, leisteten sich weniger Einzelfehler und prompt kehrte der Erfolg zurück. „Unser Trainer musste in dieser Phase des Spiels viel Motivationsarbeit leisten, obwohl er durch das Gejohle der Zuschauer kaum zu verstehen war.“

 Der vierte Satz wiederum war eine einzige Katastrophe. „Wir lagen schon 13:20 hinten, erst dann wachten wir auf, aber es reichte am Ende nicht mehr.“ Beim souveränen Tiebreak-Gewinn von 15:5 gelangen Rabea Schneider und Sabine Gschwandtner dann zehn Aufschläge in Folge. Damit war der Widerstand der Gastgeberinnen endgültig gebrochen. 

Dieter Metzler

 

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