Christian Vetrovsky – Als neuer Frauentrainer steht ein Gymnasiallehrer bereit 

Estings Volleyballerinnen fiebern "Unternehmen Regionalliga" entgegen

+
Sie fiebern dem Saisonstart in der Regionalliga entgegen: (hintere Reihe von links): Margot Benicke, Petra Hecht, Fiona Schneider, Ramona Iwansky, Anja Müller, Sabine Pohl; (vordere Reihe von links): Rabea Schneider, Manuela Ambrosch, Sabine Gschwandtner, Simone Schaffer, Linda Senger, Trainer Christian Vetrovsky. Es fehlen auf den Foto: Bernadette Joos, Nadine Lobers, Daniela Billinger.

Olching/Esting – Estings Volleyballfrauen fiebern „Unternehmen Regionalliga“ entgegen Esting – Estings Volleyballfrauen fiebern dem Abenteuer Regionalliga entgegen. Am 5. Oktober, 15 Uhr, fällt für den Aufsteiger aus der Landkreis-Volleyball-Hochburg der Startschuss mit dem Heimspiel gegen die Reserve-Mannschaft des Drittligisten VfL Nürnberg II. Nachdem Aufstiegscoach Martin Peiske nach Sonthofen „abgewandert“ ist, hat mit Christian Vetrovsky ein „alter Bekannter“ die Volleyballfrauen wieder übernommen.

 Der Lehrer am Münchner Dante-Gymnasium, der 2010/11 und 2011/12 mit den Frauen zweimal den Bayernliga-Abstieg knapp verhinderte, dann in der Saison 2012/13 die Männer trainierte, phasenweise mitspielte, und in der vergangenen Saison nur noch als Spieler dabei war, reizt nun wieder die Aufgabe als Frauentrainer. „Ich traue der Mannschaft mehr zu als nur den Klassenerhalt, ansonsten wäre das für mich keine große Herausforderung“, sagte Vetrovsky, der die Volleyballszene bestens kennt, hat er doch etliche Jahre die zweite Bundesliga-Mannschaft und das Regionalliga-Team der Lohhofer Frauen trainiert. Wenn der Kader vor Verletzungen verschont bleibe und die Aufstiegseuphorie mitnehmen kann, dann kann Esting auch in der Regionalliga mithalten, das habe die Vorbereitung gezeigt.

 Euphorisch gibt sich auch Pressesprecherin und aktive Spielerin Anja Müller. „Unser Ziel lautet, früher oder später in die dritte Bundesliga aufzusteigen.“ Als Aufsteiger habe man sich zunächst vorgenommen, oben mitzuspielen. „Vom Potential der Mannschaft ist das absolut möglich“, so Müller. Neben hochklassigem Volleyball sollen mit besonderen Aktionen noch mehr Zuschauer in die Halle gelockt werden. Derzeit ist die Abteilung aber noch auf Sponsorensuche, denn mit dem Aufstieg von der Bayernliga in die Regionalliga Süd-Ost steigen zwangsläufig auch die Kosten. 

Verlassen haben die Mannschaft lediglich Dalila Consuelo, die kein Hallenvolleyball mehr spielt, und Libera Sandra Klages, die es in der zweiten Bundesliga in Sonthofen versucht. Beide Spielerinnen hat seinerzeit Trainer Peiske mitgebracht, beide sind ihm ins Allgäu gefolgt. Valea Rabe und Franziska Thoma spielen nur noch in der zweiten Mannschaft. Tina Pohl hat sich für ein Jahr nach Guatemala abgemeldet. Vorerst ausgefallen ist Nadine Lobers, die sich den Meniskus gerissen hat, und Daniela Billinger konnte wegen Rückenbeschwerden noch nicht voll trainieren. Mit Linda Singer vom Regionalligisten Dresdner SSV hat Trainer Vetrovsky einen neuen Libera. Vom Bayernligisten SW München hat sich Mittelblockerin Ramona Iwansky den Estingerinnen angeschlossen, und für die Annahme Außen kam Manuela Ambrosch vom Bayernligisten TV Fürth.

 „Alle drei sind eine absolute Verstärkung“, so Müller. Aus der Schwangerschaftspause hat sich Petra Hecht zum Kader zurückgemeldet. Im Rahmen des Jugendprojekts des Vereins erhält die erst 16-jährige Jennifer Engelmann eine Chance. Bereits im Mai hat es einen Wechsel in der Abteilungsleitung gegeben. Abteilungsleiterin und auch Spielerin Simone Kronfeld aus Schöngeising ist zurückgetreten. Sie wird der Abteilung mit ihrer Erfahrung aber weiterhin beratend zur Seite stehen. Neuer Abteilungsleiter ist Christian Kreutzahler, Florian Saller sein Vertreter. Auch die Trainingsbedingungen haben sich für das neue Aushängeschild der Volleyball-Abteilung wesentlich verbessert. In der Estinger Schulhalle, wo weiterhin die Heimspiele ausgetragen werden, wird nur noch einmal die Woche (Donnerstag) trainiert. Seit vergangener Woche dürfen die Volleyballerinnen auch zweimal in der neuen Halle im Olchinger Schwaigfeld trainieren (montags und freitags). Im Sommer haben sich Trainer und Abteilungsleitung zusammengesetzt und ein Jugendkonzept erstellt. Man hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Volleyballjugend im Münchner Westen zu fördern. „Mit drei Damenmannschaften und zwei Herrenteams bieten wir ideale Ausbildungsbedingungen für den Sprung aus der Jugend in den Spielbetrieb der Erwachsenen“, so Anja Müller.

 Dieter Metzler

Auch interessant

Meistgelesen

Lauf-Events im Landkreis
Lauf-Events im Landkreis
Nullnummer beim Derby in Mammendorf
Nullnummer beim Derby in Mammendorf

Kommentare