Der Durchmarsch der Volleyball-Aufsteigerinnen des SV Esting von der Regional- in die Dritte Liga wird immer wahrscheinlicher 

Die 3. Liga rückt für den SV Esting immer näher 

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Nach dem knapp gewonnenen Spiel brüllten sich die Estinger Spielerinnen die Anspannung aus dem Leib. 

Der Durchmarsch der Volleyball-Aufsteigerinnen des SV Esting von der Regional- in die Dritte Liga wird immer wahrscheinlicher. Fast hätte der Tabellenzweite aus Hammelburg den Estingerinnen die erste Heimniederlage in dieser Saison zugefügt. Doch „was kann es spannenderes geben, als ein Topspiel im Tiebreak zu erleben?“ mobilisierte Estings Hallensprecher Christian Kreutzahler die ca. 100 Zuschauer im entscheidenden fünften Satz, den Tabellenführer nochmals lautstark zu unterstützen.

 Ohnehin glich die Halle in Esting am Sonntagnachmittag erneut einem Hexenkessel, als sich der Tabellenführer aus Esting und Verfolger Hammelburg duellierten. Am Ende lagen sich die Estingerinnen jubelnd in den Armen. In dramatischen fünf Sätzen hatten sie knapp die Nase vorn und hielten mit einem 3:2 (25:23, 25:27, 17:25, 25:15, 15:11)-Satzsieg die Verfolger auf Abstand. Dass die Gäste aus Hammelburg im Vorfeld der Spitzenbegegnung mit dem Rücktritt ihres Trainergespanns Frank Otter und Thomas Oschmann einen schweren Schlag zu verkraften hatten, merkte man der Mannschaft bei ihrem Auftritt in Esting überhaupt nicht an. „Das war die bisher stärkste Mannschaft, die sich in Esting präsentierte“, zollte auch Trainer Christian Vetrovsky den Gästen Respekt.

 An den Meisterschaftssekt verschwendet der Trainer nach dem Sieg noch keinen Gedanken. Noch sei der Aufstieg nicht in „trockenen Tüchern“. Hammelburg konnte am Ende nur einen Punkt aus Esting mitnehmen und rutschte auf den vierten Tabellenplatz ab. Neuer Verfolger ist wieder der TSV Obergünzburg. Chancen auf den Aufstiegs-Relegationsplatz rechnet sich auch noch der Dritte FSV Marktoffingen aus, der am kommenden Sonntag, 14 Uhr, in Esting zum nächsten Spitzenspiel erwartet wird. Nach zwei hart umkämpften Sätzen stand es in Esting 1:1. Nach einem aufgeholten Rückstand gelang es den Vetrovsky-Mädels im ersten Satz auf 19:14 davonzuziehen.

 Doch die Gäste kamen zurück ins Spiel. Beim Stand von 24:23 landete ein Hammelburger Aufschlag im Netz und der Satz ging ans Esting. In einer dramatischen Schlussphase mit dem besseren Ende diesmal für die Gäste, nachdem Esting dreimal einen Satzball abwehren konnte, gelang Hammelburg der Ausgleich. Im dritten Satz bewies Hammelburg, dass die Mannschaft zu Recht mit oben in der Tabelle steht. Den Gästen gelang einfach alles, so dass Esting einen bitteren Satzverlust akzeptieren musste und mit 1:2 in Rückstand geriet. Im vierten Satz stand der Tabellenführer entsprechend gehörig unter Druck. 

Ein Verlust des Satzes bedeutete Niederlage. Doch die Estingerinnen wussten mit dem Druck gut umzugehen und drehten diesmal den Spieß um. Nun gelang ihnen fast alles und mit 25:15 fiel der 2:2-Ausgleich recht deutlich an Esting. Der Tiebreak wurde zu einem wahren Krimi. Beim letzten Seitenwechsel führte Esting mit zwei Punkten Vorsprung und baute den knappen Vorsprung auf 14:11 aus. Gleich der erste Satzball brachte die Entscheidung. „Wer solche Spiele gewinnt, der steigt auf“, sagte Christian Schöpf, ehemaliger Fußballbezirksliga-Schiedsrichter, der als begeisterter Volleyball-Zuschauer das Spiel verfolgte. 

Dieter Metzler

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