Am 19. und 20. September veranstalten die Fürstenfeldbrucker Wasserratten das Traditionsturnier im Freibad der AmperOase  

Internationales Wasserballturnier mit Spitzenmannschaften 

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Ein Internationales Wasserballturnier mit Spitzenmannschaften findet am 19./20. 9. in der AmperOase in FFB statt. 

Fürstenfeldbruck – Insgesamt sieben Wasserballmannschaften aus den USA, Rumänien und Deutschland – so lautet verkürzt das Starterfeld des Gisela-Fröhlich Pokals. Am 19. und 20. September veranstalten die Fürstenfeldbrucker Wasserratten das Traditionsturnier im Freibad der AmperOase (Sa 9-18 Uhr, So 9-14 Uhr, Eintritt frei). „Der Gisela-Fröhlich-Pokal ist mittlerweile ein echtes Traditionsturnier, dass von den Gästen gerne genutzt wird, um eine erste Standortbestimmung vor der Saisonvorbereitung zu haben“, findet Organisator Christian Bews.

In dem Teilnehmerfeld der Teams aus München, Gemmingen, Latzen, Iserlohn, Boston, Orbea und Fürstenfeldbruck hat der gebürtige Schöngeisinger zwei Favoriten: „Ich denke Iserlohn und Latzen sind bärenstarke Truppen. An denen wird kein Weg vorbeiführen“, so Bews. Für die Gastgeber ist das Ziel ein Platz im vorderen Mittelfeld. „Wir wollen uns natürlich vor heimischer Kulisse gut präsentieren, aber es geht auch darum, gemeinsam mit den Gästeteams Spaß zu haben“, sagt Wasserratten-Trainer Clemens Satzger. Sein Debüt im Herren-Team wird Lokalmatador Fredi Heusmann geben. Der 15-Jährige ist der Sohn der Brucker Wasserball-Legende Hans Heusmann. „Fredi hat vergangene Saison in der Verbandsligamannschaft konstant gute Leistungen gezeigt. Wir wollen ihn jetzt nach und nach in die erste Mannschaft einbauen“, sagt Satzger. Gespielt wird am 19. und 20. September nach dem Modus „Jeder-gegen-Jeden“, mit einer verkürzten Spielzeit von 4x7 Minuten. Der Eintritt ist frei. Das BRK Fürstenfeldbruck verkauft Essen und Getränke.

Die Mannschaften im Überblick: 

SpVg Laatzen. Die Hannoveraner konnten das Turnier bereits mehrfach gewinnen. Laatzen spielt in der zweiten Liga Nord. Die Mannschaft, die in der vergangenen Saison aus der ersten Liga abstieg, zählt dort zu den Aufstiegsfavoriten. Der Kontakt nach Fürstenfeldbruck entstand über Wasserratten Vizepräsident und Urgestein Thorsten Schulz. Der 50-Jährige lernte in Latzen das Wasserball-Spielen und verteilt im Training auch im fortgeschrittenen Alter noch die ein oder andere Lehrstunde. Die Mannschaft aus Laatzen hat seit dem Abschied des Anwalts freilich sogar noch an Qualität dazugewonnen. „Da sind ein paar richtig feine Wasserballer dabei. Und nett sind sie auch noch“, findet Wasserratten Trainer Clemens Satzger. Prognose: Titelfavorit! 

Boston. Einen spektakulären Namen hat die US-Truppe nicht. Boston ist einfach Boston.Die Mannschaft besteht aus einer losen Ansammlung von Wasserballern, die in Boston gemeinsam trainieren. „Das Niveau ist sehr unterschiedlich. Von Wasserballern die wirken, als wäre der Ball mit Seife eingeschmiert, bis zu denen, bei denen es wie geschmiert läuft. Deutsches Zweitliga bis Verbandsliga-Niveau“, erklärt Wasserratten-Spieler Andreas Peters. Der 33-Jährige kennt die Truppe aus seiner Zeit in der US-Stadt. Dort promovierte Peters am Massachusetts Institut of Technology (MIT) – eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Und auch Satzger absolvierte dort ein Auslandsjahr. Ein gewichtiges Argument für den Bostoner Auftritt in München soll angeblich sein, dass zeitgleich in München ein nicht gänzlich unbekanntes Volksfest stattfindet. Bereits vor drei Jahren nahmen einige Spieler am Turnier teil. Die deutsche Bierkultur übte, nunja, eine gewisse Faszination aus.  Prognose: Geheimfavorit? 

Iserlohn Schleddenhofer SV. Die Nordrhein-Westfalen sind der Heimatverein von Peters. „Grundsätzlich haben die in der Ausbildung vieles richtig gemacht“, schmunzelt Wasserratten Torjäger Fabian Kautz. Etwas gespannt sei er auf die Schusstechnik der Iserlohner. „Bei Andreas sieht das manchmal etwas unorthodox aus. Mal sehen, ob das die Iserlohner-Schule ist“, lacht Kautz. Sportlich zählen die Westdeutschen zu den Topfavoriten. Iserlohn spielt in der Oberliga Nordrhein-Westfalen, beendete die vergangene Saison auf dem dritten Platz. Das Saisonziel lautet: Aufstieg. „Das ist eine junge Truppe, die zudem ein paar Spieler zurückbekommen hat, die bereits Bundesliga-Wasser geschluckt haben“, sagt Peters. Je nach Besetzung führt der Weg zum Pokal nur über Iserlohn – und freilich auch abhängig davon, ob es eine „Iserlohner Wurf-Schule“ gibt oder nicht. Prognose: Laatzen Herausforderer! 

Gemmingen.  Das beschauliche Nest in Baden ist die Heimat von Wasserratten-Rückraumschütze Markus Strecker. „Wenn man die Kraft seiner Würfe, aber leider manchmal auch die Streuung zusammennimmt, dann ist es eh verwunderlich, dass von dem Ort noch was steht“, sagt Kautz. „Ich würde sagen: Gemmingen hat sich von der Bausubstanz her gut erholt, seit der Strecker weg ist. Sportlich wohl etwas weniger.“ Gemmingen hat etwa 5000 Einwohner – und ein Freibad. „Dass es dort seit Jahrzehnten ein Wasserball-Team gibt, ist ziemlich beeindruckend“, findet Satzger. Sportlich ist die Mannschaft eher im Mittelfeld des Teilnehmerfeldes – mit Potenzial für Überraschungen. Prognose: Außenseiter. 

Transsylvanian Owls. Die Mannschaft aus dem rund 1000 km entfernten Oradea in Rumänien nahm vor drei Jahren erstmals teil. Zu schreiben, dass sie damals Blut geleckt haben, wäre ob ihrer Herkunft aber reichlich platt. Bei der vergangenen Turnierausgabe reisten die Rumänen mit einer eher erfahrenen Truppe an. „Für dieses Mal haben sie eine recht junge Mannschaft angekündigt. Sportlich sind sie also schwer einzuschätzen“, sagt Bews und hofft: „Dass die nicht jeden Konter über das große Becken bis zu Ende schwimmen.“ Prognose: Bews muss schwimmen. 

Munich Tritons. Die Tritons sind eine neugegründete Mannschaft von Wasserratten Spieler Ahmed Mesbah. „Ahmed spielt auch für die Münchner Uni-Mannschaft. Die Spieler der Tritons kommen größtenteils daher“, erklärt Satzger. Sportlich ist das Team sehr heterogen. Von völligen Anfängern bis zu Spielern wie Mesbah, der in Fürstenfeldbruck Leistungsträger ist. „Sportlich tippe ich auf einen Platz im hinteren Mittelfeld, vom Stimmungsfaktor her dagegen ziemlich sicher Spitzengruppe“, sagt Satzger. Prognose: Geheimer Geheim-Favorit? 

Fürstenfeldbrucker Wasserratten. Die Wasserratten präsentierten sich in der Vergangenheit zumeist als höfliche Gastgeber und ließen den eingeladenen Teams den Vortritt beim ersten Platz. Mit Blick auf das Teilnehmerfeld könnte dies erneut gelingen. Die Mannschaft befindet sich im Umbruch, statt der Routiniers, die über mehr als ein Jahrzehnt das Gesicht des Teams prägten, rücken verstärkt junge Eigengewächse in den Vordergrund. In der vergangenen Oberligasaison steigerte sich das Team kontinuierlich, der Weg ist allerdings noch nicht beendet. „Ich schätze wir werden so um Platz drei oder vier Spielen“, prognostiziert Satzger. Damit bleibt auch die Etikette gewahrt. Prognose: Gastgeber à la bonne heure

Termin: 19. und 20. September Uhrzeiten: 19. September 9-18 Uhr,  20. September 9-14 Uhr (vrstl. Finalspiel Laatzen vs Iserlohn ab 13:40 Uhr). Ort: Freibad AmperOase Fürstenfeldbruck Teilnehmer: Transsylvanian Owls (Orbea), Boston, SpVg Laatzen, Iserlohn Schleddenhofer SV, Wasserfreunde Gemmingen, Munich Tritons, Fürstenfeldbruck Wasserratten,  Eintritt frei. 

Fabian Kautz

 

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