Dringend notwendige neue Vereins-Satzung und der zukünftige Standort des Vereins TSV West führte zu hitzigen Debatten bei der Jahreshauptversammlung

Turbulente Sitzung des TSV West - erstmals in der "Hütte" 

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Von ihrem liebgewonnenen Provisorium „ihrer Vereinshütte“ wollen sich die Westler ungern trennen

Fürstenfeldbruck – Obwohl turnusmäßig beim TSV West Ende Juli keine Vorstands-Wahlen anstanden, ging es doch recht turbulent bei der Jahreshauptversammlung des Kreisstadtvereins zu, die erstmals in der „Hütte“, dem Vereinsheim des TSV West an der Cerveteristraße, stattfand. Neben der Debatte über die Abstimmung einer dringend notwendigen neuen Vereins-Satzung wurde insbesondere über den zukünftigen Standort des Vereins diskutiert.

Schafkopfturnier beim TSV West in der Vereins-"Hütte".

Dazu hatte West-Präsident Günter Eichinger den Vorsitzenden des Brucker Sportbeirats und stellvertretenden BLSV-Kreisvorsitzenden, Herbert Thoma, eingeladen. Thoma erläuterte nochmals die seit 2006 laufenden ständigen Bemühungen der Vereine mit der Stadt wegen eines neuen Sportzentrums. Fast unterging dabei der Kassenbericht von Schatzmeister Michael Stahl, der den Vereinsmitgliedern belegte, dass man sich beim TSV West keine finanziellen Sorgen machen müsse. 

„Wir stehen gut da, haben etwas auf der hohen Kante, auch für Maßnahmen, die vielleicht auf uns zukommen.“ Drei Standorte für ein neues Sportzentrum stehen bekanntlich in der Diskussion. Neben dem Ausbau des Sportzentrums an der Klosterstraße stehen ein Sportzentrum am Rothschwaiger Weg und eines an der Kurt-Schumacher-Straße zur Debatte. Die Überlegungen für ein Sportzentrum an der Kurt-Schumacher-Straße wurden auch aus finanziellen Gründen fallengelassen, nachdem sich auch die Sportanlagen im Fliegerhorst nach Abzug des Militärs für ein Sportzentrum anbieten. Im Brucker Westen sollten der TSV West, der BVTA, die Schützen und die Kegler ein gemeinsames Zentrum mit drei Plätzen und mit einem Vereinsheim erhalten. Thoma fordert zusätzlich eine Turnhalle, die ausschließlich den Vereinen zur Verfügung steht, nachdem die Schulturnhallen nicht ausreichen. Auch schwebt dem TuS-Präsidenten Thoma eine BMX-Bahn vor. Eine weitere Variante für den TSV West wäre aber auch, dass der Verein auf seinem jetzigen Gelände bliebe und einen Anbau an das in der Nachbarschaft des TSV-Geländes stehende Jugendzentrum West sowie eine weitere Mitbenutzung der Kellerräume im JUZ (Umbau zu Umkleidekabinen) erhalte. 

Dazu solle der Verein hinter dem Montessori-Kindergarten einen Kunstrasenplatz erhalten und weiterhin den Sportplatz des Viscardi-Gymnasiums mitbenutzen dürfen. Allerdings soll auch hinter dem Montessori-Kindergarten ggf. eine neue Mittelschule gebaut werden, nachdem die Richard-Higgins-Schule aus allen Nähten platzt. Damit wäre der Kunstrasenplatz für den TSV wieder illusorisch.

 Das sogenannte Sportzentrum III, die Anlage am Rothschwaiger Weg, sei für den TSV West aber dennoch keine Option, lehnte West-Vize Anton Maletz einen Standortwechsel an den Rothschwaiger Weg ab. Das gegebenenfalls dort entstehende Sportzentrum müsste sich der TSV mit anderen Vereinen wie dem TuS, dem BVTA und dem Schützenverein teilen, so dass das Vereinsheim von einem externen Pächter betrieben werden würde. Damit würde der TSV West seine Haupteinnahmequelle verlieren, begründete Maletz seine Ablehnung. Die Mitglieder des TSV West entschieden sich einstimmig für einen Verbleib am jetzigen Standort. Thoma sicherte dem Verein seine volle Unterstützung zu. 

Dieter Metzler

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