1. kreisbote-de
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Fürstenfeldbruck

Rekordbeteiligung beim zehnten Puchheimer Crosslauf

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Lokalmatador Reto Spalinger (vorne) gewann beim Puchheim-Cross den U18-Wettbewerb, sein Hintermann, der Gräfelfinger Raphael Bartelmus, war der schnellste U20-Junior. © Kramer

Viele Steigungen und Wellen, tiefer Boden, teilweise Matsch, dazu böiger eiskalter Wind – was für einen Normal-Spaziergänger wie ein abschreckendes Szenario klingt, ist für echte Crossläufer der Himmel auf Erden. Vielleicht abgesehen vom Wind.

Puchheim – Es ist daher nicht verwunderlich, dass die 130 Teilnehmer des zehnten Puchheimer Crosslaufs am vergangenen Samstag den neu abgesteckten Parcours mit Lob förmlich überschütteten. „Der Kurs gefällt mit besser als der alte“, erklärte zum Beispiel der Aubinger Routinier Jan Lettermaier (48), „eine harte Strecke, technisch anspruchsvoll.“ Der Sieger beim 6.000-Meter-Rennen, der Südtiroler Simon Mair, lobte nach 25:37 Minuten: „Sehr abwechslungsreich, schön zu laufen.“ Sein Nordtiroler Fast-Landsmann Georg Rosensteiner scherzte: „Lieber einmal 1.000 Höhenmeter als tausendmal ein Höhenmeter.“

Bedauern wegen ausgefallenen Crossmeisterschaften

Das war etwas übertrieben, traf aber den Kern: Der Kurs ist selektiv wegen der ständig wechselnden Anforderungen. Ein Urteil, dem sich auch die schnellste Frau über 6.000 Meter, Carola Dörries (LG Stadtwerke München, 30:14) anschloss – sie bedauerte ausdrücklich, dass hier im kommenden Februar nicht die Bayerischen Crossmeisterschaften ausgetragen werden.

Kurzfristige Absage - Lob an die Strecke

Tatsächlich hatte der BLV den FC Puchheim vor über einem Jahr um die Ausrichtung der Titelkämpfe gebeten, im vergangenen Frühjahr beging man gemeinschaftlich das Gelände – auf dem die Stadt Puchheim einen neuen Kunstrasen anlegte. Anfang November machte der Verband einen Rückzieher, zur großen Verwunderung der Puchheimer. Mit der Begründung, der Kurs sei für eine Meisterschaft nicht geeignet. Umso süßer klang der Organisationschefin des FCP, Claudia Metzger, und dem Leichtathletikabteilungsleiter nun das Lob der Aktiven in den Ohren. Zumal zahlreiche namhafte Läufer vor Ort waren. Das 3.000-Meter-Rennen gewann Michael Eder (PTSV Rosenheim, 12:52), schnellste Frau war Theresa Ortenreiter (LG Stadtwerke München, 15:13). Bei den rasanten Speedcross-Rennen über 500 Meter hatten Andreas Kölbl (TSV Penzberg, 1:50,5) und seine Schwester Michaela (2:17,9) die Nase vorne. Das U18-Rennen über 3.000 Meter gewann Lokalmatador Reto Spalinger (14:52) und das DLV-Großtalent Hanna Bruckmair (TV Altötting, 16:24).

Vielleicht doch kein Abschied

Rund 30 Kindern versuchten sich an Geländeläufen über 500 Meter und 1.000 Meter. Die meisten hatten eine Menge Spaß. Und wenn sich doch einmal ein Seitenstechen meldete, waren Eltern sofort zur Stelle.

Vor dem Rennen sah es so aus, als ob der Jubiläumscross eine Abschiedsvorstellung sein könnte – zu groß war der Frust der FCP-Verantwortlichen über den BLV. Doch hinterher deuteten Metzger und Friedrich an, dass es vielleicht doch weitergehen könne. Nicht zuletzt, weil heuer so viele Crossläufer nach Puchheim kamen wie noch nie.

 Horst Kramer

Auch interessant

Kommentare