Brucker Panther verlieren mit 21:32

»Wir haben es Großwallstadt zu einfach gemacht«

Brucker Panther verlieren mit 21:32 gegen Großwallstadt.
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Trainer Martin Wild ärgert vor allem der Beginn der zweiten Halbzeit, als seine Mannschaft überhaupt nicht in die Gänge kam.
  • Andreas Daschner
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Fürstenfeldbruck – Dass die Kräfte der Panther mit fortlaufender Saisondauer immer mehr schwinden, ist seit den beiden deutlichen Niederlagen gegen Aue und Ferndorf kein Geheimnis mehr. Nur auf den körperlichen Verschleiß wollte Coach Martin Wild die 21:32 (11:14)-Pleite seiner Brucker TuS-Handballer beim bayern-internen Duell in Großwallstadt aber nicht schieben. Ihn ärgert vor allem der Beginn der zweiten Halbzeit, als seine Mannschaft überhaupt nicht in die Gänge kam.

Für Halbzeit eins stellt der Übungsleiter, der im Hauptberuf Sportlehrer ist, noch ein ordentliches Zeugnis aus. Nur punktuelle Probleme habe er in der Halbzeit ansprechen müssen – unter anderem bei Freiwurfsituationen der Gastgeber. „Aber da hat Großwallstadt mit Savvas Savvas auch einen starken Spieler“, sagt Wild. Trotz schnellem 0:2-Rückstand blieben die Brucker bis zur Pause auf Tuchfühlung.

Doch nach dem Seitenwechsel war Wild gar nicht mehr zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft. „Ich habe Verständnis, dass die Situation schwierig ist“, sagt der Übungsleiter. „Aber wir haben es Großwallstadt zu einfach gemacht.“ Mehr als sechs Minuten lang erzielten die Brucker kein Tor. „Wir hatten zu riskante Anspiele an den Kreis und unsere Würfe nicht mehr gut vorbereitet“, kritisiert Wild. Das führte zu leichten Ballverlusten und zu Würfen, die von den Großwallstädtern zum Teil problemlos geblockt werden konnten.

Dies sei nicht alleine mit der nachlassenden Kraft zu entschuldigen. „Wir sind zu sehr von unserer Marschroute abgewichen. Die Folge: Großwallstadt zog mit fünf Toren in Folge auf 19:11 davon. „Danach war das Spiel gelaufen“, sagt Wild. Als Stephan Seitz in der 37. Minute der erste Brucker Treffer in der zweiten Halbzeit gelang, war nichts mehr zu holen. Am Ende stand die dritte Niederlage mit elf oder mehr Toren Differenz in Folge. „Wenn man das Spiel innerhalb von fünf Minuten wegwirft, ist das zu leichtfertig“, sagt Wild. „Das ärgert mich.“

Ein Lichtblicke in Halbzeit zwei war Torhüter Louis Oberosler, der die letzten 20 Minuten für Michael Luderschmid ins Tor durfte. Vier Paraden sowie eine Abwehrquote von 25 Prozent konnte er dabei verbuchen. Dass der Youngster, der heuer mit der Allacher U19 im Bundesliga-Viertelfinale stand, in der Saisonendphase viel Spielzeit bekommt, liegt laut Wild auch daran, dass er ab kommender Saison mit Michael Luderschmid das Torhüter-Duo des TuS bilden wird. „Wir wollen ihn aufbauen, er ist unsere Zukunft im Tor“, sagt Wild.

Andreas Daschner

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