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Zweiten Tabellenplatz abgegeben: Handball-Panther verlieren knapp gegen HC Oppenweiler/Backnang

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Von: Andreas Daschner

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Die Brucker Spieler gaben alles, doch in der zweiten Halbzeit haben sie den Kopf und die Kraft verloren.
Die Brucker Spieler gaben alles, doch in der zweiten Halbzeit haben sie den Kopf und die Kraft verloren. © Andreas Daschner

Fürstenfeldbruck – Das war bitter. „Diese Niederlage tut richtig weh“, sagt Martin Wild über das 25:26 (18:12) der Panther beim HC Oppenweiler/Backnang.


Trotz herber personeller Probleme zeigten die Brucker TuS-Handballer in den ersten 30 Minuten ihre beste Halbzeit der Saison. Am Ende standen sie trotz zwischenzeitlicher Acht-Tore-Führung aber mit leeren Händen da.

Die Linkshänder fehlten

Wild musste viel improvisieren. Mit Max Horner, Stephan Seitz, Benedikt Hack und Alexander Leindl fehlten ihm alle Linkshänder. Für sie half einmal mehr Gianni Huber auf dem rechten Flügel aus, im Rückraum rechts spielte Philipp Hlawatsch auf ungewohnter Position. Am Kreis musste Tobias Prestele coronabedingt passen, für Julian Prause reichte es nach seiner Verletzung nur zu einem Kurzeinsatz. Die Hauptlast trug somit Ole Schwagerus.

„In der zweiten Halbzeit haben wir dann aber den Kopf und vor allem die Kraft verloren.“ 

Panther-Coach Martin Wild

„Wir haben im Prinzip mit sieben Feldspielern durchgespielt“, sagt Wild. Angesichts dieser Voraussetzungen war der Panthercoach mit der ersten Halbzeit mehr als zufrieden. „Unser Matchplan ist voll aufgegangen.“ Der Abwehr bescheinigt er „zwei super Halbzeiten“, der Angriff habe in der ersten Spielhälfte stark gespielt.
„In der zweiten Halbzeit haben wir dann aber den Kopf und vor allem die Kraft verloren.“ Absolut am Kräftelimit spielend, wollten sich die Panther vielleicht etwas zu früh schonen. Sie nahmen zu viel Tempo aus dem Spiel und versuchten schon bald den Vorsprung über die Zeit zu retten. Doch das ging letztlich in die Hose.

Am Ende viel Verworfen

„Ich habe viel überlegt, was ich hätte anders machen können“, sagt Wild. Zu einem Schluss kam er aber nicht. Die Hände seien ihm durch die Personalsituation ein Stück weit gebunden gewesen. „Ich hatte wenige Möglichkeiten, taktisch einzugreifen.“ Zumal seine Spieler ohnehin alles gaben, um die Partie zu gewinnen.
„Am Ende ist dann alles zusammengekommen“, sagt Wild. Seine Jungs verwarfen, drei vier freie Würfe und einen Siebenmeter. Der Strafwurf für Oppenweiler zum 26:24 war nach Ansicht der Panther zumindest sehr fragwürdig.

Bittere Heimfahrt

Und so erlebten die Brucker die wohl bitterste Heimfahrt von einem Auswärtsspiel in der Vereinsgeschichte. „Drei Stunden lang hat keiner ein Wort gesagt“, so Wild. Der Coach nimmt seine Spieler aber trotz des damit wieder an Pfullingen verlorenen zweiten Tabellenplatzes in Schutz: „Insgesamt ziehe ich meinen Hut vor den Jungs.
Andreas Daschner

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