Füssener Nachwuchs-Motocross-Fahrer will will auch mit dem Geländefahrrad erfolgreich sein

"Ich will gewinnen"

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Theo Praun beim Motocross-Wettkampf.

Füssen – Einer der jüngsten Teilnehmer beim Red-Bull-Event, das am Samstag, 22. Juni, auf der nagelneuen Füssener Skate- und Bike-Anlage im Weidach stattfinden wird, ist Theo Praun.

Dem Kreisbote erzählte der 16-Jährige, warum er an den „Red Bull Pump Track World Championships“ teilnimmt, welche Ziele er verfolgt und wo seine Leidenschaft liegt. 

Zum Treffen im Fahrschulzentrum Egger & Praun kam auch Theos Vater Stefan Praun mit. Dieser begeisterte Theo, als er vier Jahre alt war, für den Motocross-Sport, den Stefan Praun selbst leidenschaftlich ausübt. Im Team Motorrad Waldmann aus Marktoberdorf feiert Theo inzwischen einige Erfolge. „Seit meinem vierten Lebensjahr fahre ich Motocross. Weitere große Leidenschaften sind Radfahren und Eishockey“, zählt der großgewachsene, athletische Schüler der elften Klasse am Gymnasium Hohenschwangau auf. „Unsere Schule unterstützt Leistungssportler vorbildlich”, fügt der 16-Jährige hinzu. 

Theo Praun

Mit der Füssener Skate- und Bike-Anlage begann für ihn ein neues Kapitel: Für den Pumptrack schaffte die Familie Praun ein Geländefahrrad an und stellte es technisch auf Theos Körpermaße ein. „Durch meine Leidenschaft zum Offroad habe ich mich sofort, als ich gehört habe, dass die Red Bull Pump Track World Championship nach Füssen kommt, dazu entschlossen daran teilzunehmen.“

Und er hofft, dass er nicht der einzige Füssener im Teilnehmerkreis sei wird. Mit seinem Geländefahrrad „Dirt Jumper” will der 16-Jährige den anderen Red-Bull-Piloten natürlich nicht hinterherjagen. „Ich will gewinnen“, betont Theo. Theo will ins Finale Sein großes Ziel: beim Finale in den USA zeigen, was er dank Trainingsfleiß schon alles kann. 

Wöchentlich investiert er 20 Trainingsstunden, eingeschlossen die intensive Arbeit mit Ex-Spitzensportler Michael Zöllner, der dafür sorgt, dass Theos Kondition den Anforderungen der Bahn entspricht. „Seit dem Baubeginn und der Fertigstellung des Skate- und Bikeparks bin ich jede freie Minute auf dem dort befindlichen Pumptrack im Weidach“, erzählt er stolz. Dort habe eine Gemeinschaft aus unterschiedlichen Altergruppen ihren Spaß, wie auch Stefan Praun bestätigt. 

Keine Vorteile

Große Vorteile, im Sommer beim Red-Bull-Event auf der heimischen Bahn antreten zu können, sieht Theo aber nicht. „Ich erhalte als Füssener vom Publikum sicherlich Unterstützung. Das ist für mich als ,Local Boy‘, eine zusätzliche Motivation.“ Der 16-Jährige fügt hinzu: „Die Fahrer, die in Füssen antreten werden, sind aber alle so gut, dass sie nach dem Kennenlernen der Anlage wissen, wie ihr Timing und ihre Reaktion ausfallen sollten, um das Ziel möglichst schnell zu erreichen. Es geht beim Pumptrack darum, wer hier der Schnellste ist.“ Darüber entscheiden Sekundenbruchteile.

In diesem Jahr werde er 15 Motocross-Rennen bestreiten, beim Red Bull Event antreten und „hoffentlich noch das ein oder andere Pumptrack-Rennen bestreiten”, fügt der Gymnasiast hinzu. Zu seinen bisher größten Erfolgen gehört der Gewinn des Yamaha-Deutschlands Cups 2017 und 2018 sowie ein 13. Platz bei der Deutschen Meisterschaft, wie Theo erzählt. Dass Füssen nach so vielen Jahren jetzt eine „Hammer-Anlage hat“, dafür bedanken sich Theo und sein Vater bei den Initiatoren, die sich unermüdlich dafür eingesetzt haben.

Chris Friedrich

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