Mit 1:3 verliert der EV Füssen gegen den Aufsteiger Sonthofen

EVF kommt nicht aus Tabellenkeller

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Die beiden EVF-Verteidiger Thomas Botzenhardt und Ladislav Hruska (schwarz-gelbe Trikots) kämpfen vor dem Peitinger Tor um den Puck.

Füssen – Die Lage wird beim EV Füssen immer prekärer. Seit Saisonbeginn belegen die Leoparden den letzten Tabellenplatz in der Oberliga Süd, und eine Besserung scheint momentan nicht in Sicht. Am Freitag mussten sich die Leoparden mit 1:3 dem Aufsteiger Sonthofen geschlagen geben.

Hier schlug dann auch noch das Verletzungspech zu, so dass Füssen am Sonntag gegen Peiting ohne seinen ersten Sturm antreten musste und mit 1:7 unterging. Zumindest steht am kommenden Wochenende nun die obligatorische Pause wegen des Deutschlandcups an, so dass Füssen neue Kraft tanken kann.

Nach dem ersten Heimsieg gegen den EHC Klostersee keimte die Hoffnung auf, dass die Mannschaft nun auf dem richtigen Weg ist, doch bereits beim Allgäu-Derby in Sonthofen erwies sich das als Trugschluss. Der Aufsteiger siegte am Ende hoch verdient mit 3:1 (1:0, 2:0, 0:1), und lediglich Torhüter Andre Irrgang verhinderte mit einigen Paraden Schlimmeres. 

Björn Friedl war es vorbehalten, den einzigen Treffer für den EVF zu erzielen. Fast noch schlimmer als die maue Vorstellung wog jedoch der Ausfall von Kapitän Eric Nadeau, der mit einer schweren Gehirnerschütterung raus musste. Wie lang er ausfallen wird, ist ungewiss. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch der Kanadier Josh Burnell, so dass am Sonntag gegen Peiting der komplette erste Sturm fehlte, dazu Christian Krötz und Florian Simon aus dem zweiten Block. 

Trainer Wolfgang Koziol stellte daraufhin Verteidiger Thomas Botzenhardt in den Sturm, denn für die Abwehr kam erneut unerwartete Verstärkung. Ladislav Hruska machte sich wie schon am vergangenen Wochenende aus Prag auf den Weg, und stellte sich erneut in den Dienst der Mannschaft. Eine tolle Geste des Abwehrspielers, der dann auch bezeichnenderweise den einzigen Treffer gegen den ECP erzielte. Es handelte sich aber nur noch um Ergebniskosmetik, denn beim deutlichen 1:7 war bereits nach 18 Spielminuten alles gelaufen. 

So stark Andre Irrgang in Sonthofen auch gehalten hatte, so unglücklich agierte er in diesem Heimspiel, und wurde nach dem fünften Gegentreffer von Daniel Fießinger ersetzt. Die anderen beiden Drittel verliefen deutlich ausgeglichener, auch wenn der ECP nur noch seine Führung zu verwalten hatte. Guter Rat ist für die Füssener in dieser schwierigen Situation nun teuer. 

Der Rückstand auf einen Playoff-Platz würde zwar nur sieben Punkte betragen, was bei noch ausstehenden 32 Spielen leicht machbar wäre, doch die vergangenen Vorstellungen haben gezeigt, dass sie nur bedingt mit den anderen Teams mithalten können. 

Für großartige Verstärkungen fehlt das Geld, so dass der Verein nur darauf hoffen kann, dass einige der verletzten Spieler bald zurückkehren, und einige der nicht verletzten Spieler nach der Pause richtig durchstarten werden. Mit Deggendorf und Erding warten dann nämlich gleich zwei Gegner, gegen die sich Füssen Chancen ausrechnen darf.

ml

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