Der EV Füssen freut sich über den ersten Saisonsieg im Penaltyschießen gegen Erding

Leoparden beweisen Nervenstärke

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Der Füssener Spieler Josh Burnell (lins, schwarz-gelbes Trikot) kämpft mit einem Deggendorfer Spieler vor dessen Tor um den Puck.

Füssen – Der EV Füssen scheint in der laufenden Oberligasaison angekommen zu sein. Zwar gab es im Heimspiel gegen Deggendorf beim 3:4 (1:1, 1:2, 1:1) die fünfte Niederlage im fünften Spiel, zwei Tage später gelang es den Leoparden jedoch in Erding zum ersten Mal zu punkten.

2:1 nach Penaltyschießen (0:0, 1:1, 0:0, 0:0, 1:0) lautete das Endergebnis für die Leoparden. Zudem wird der Verein eine seiner beiden Kontingentstellen neu besetzen: Vom slowakischen Club HK Novè Zamky kommt der 30-jährige Verteidiger Vladimir Kames nach Füssen. 

Der Tscheche soll mit seiner Erfahrung aus knapp 200 Spielen in der höchsten Liga sowie weiteren rund 200 Partien in der zweiten Liga seines Heimatlandes die EVF-Abwehr deutlich verstärken, aber auch in der Offensive entsprechende Akzente setzen. Wenn alles klappt, wird Kames bereits am kommenden Wochenende zum Einsatz kommen, wenn es am Freitag, 17. Oktober, um 20 Uhr beim Topfavoriten Selber Wölfe um Punkte geht, während am Sonntag, 19. Oktober, um 18 Uhr die Blue Devils Weiden am Kobelhang antreten werden. 

Gegen Deggendorf, das sich vor der Saison mit großen Namen kräftig verstärkt hatte, erwischten die Füssener einen Start nach Maß. Bereits in der dritten Spielminute versenkte Stürmer Pavel Mojtek einen krachenden Schlagschuss im Gästegehäuse. Doch der Gegner wurde danach immer stärker, und nur dank einiger guter Paraden von Andre Irrgang fiel kein Tor. In der 18. Minute war es dann jedoch passiert, abgefälscht trudelte die Scheibe ins Füssener Gehäuse. 

Im zweiten Abschnitt begannen die Leoparden erneut druckvoll, versäumten es jedoch, die vorhandenen Chancen auch in Zählbares umzuwandeln. Besser machte es der DSC, der durch Beck eine Überzahlsituation nutzen konnte. Gleiches gelang aber nur zwei Zeigerumdrehungen später auch dem Kanadier Josh Burnell in der 32. Minute für den EVF zum 2:2. 

Doch die Freude über den Ausgleich währte nicht lange. Begünstigt durch ein schwaches Abwehrverhalten kam der ehemalige Nationalspieler Jan Benda frei zum Schuss, und ließ sich diese Möglichkeit mit seiner Routine nicht nehmen. Mit einem Rückstand gingen die Füssener in den Schlussabschnitt, und hier mussten sie eine Strafzeit gegen den erstmals eingesetzten Björn Friedl, der ein gutes Spiel ablieferte, hinnehmen. Gästestürmer Möhle nutzte diese Chance zum vorentscheidenden 2:4 in der 47. Minute. 

Zwar gelang Pavel Mojtek auf Zuspiel von Christian „Butzi“ Mayr und Florian Simon noch der Anschlusstreffer, doch am Ende reichte es nicht mehr zu einem Punktgewinn, da auch die Herausnahme des Torhüters den Ausgleich nicht mehr ermöglichte. So ging es am Sonntag zum „Kellerduell“ nach Erding, wo die ebenfalls schlecht in die Saison gestarteten Gladiators als Gegner warteten. 

Von Anfang an entwickelte sich ein verbissenes Match, bei dem die Gastgeber im ersten Abschnitt die besseren Chancen hatten, der EVF jedoch durchaus zu gefallen wusste. Und mit Andre Irrgang hatten die Füssener an diesem Abend einen Spieler zwischen den Pfosten, der fast alles hielt, was auf seinen Kasten kam. Mit 0:0 ging es in die Kabine, und im zweiten Drittel wurden die Leoparden immer stärker. 

Josh Burnell (Nadeau/Friedl) nutze in der 25. Spielminute ein Überzahlspiel zum Führungstreffer, und nur kurz darauf wäre beinahe sogar das zweite Tor gefallen, doch die Scheibe rutschte nicht über die Linie. Die Begegnung wurde nun zunehmend ruppiger, wobei der Schiedsrichter aus Sicht der Füssener auffällig kleinlich gegen die Leoparden pfiff.

 Erding konnte in der 38. Minute eines von insgesamt acht Überzahlspielen zum Ausgleich durch Colin Mulvey nutzen. Im letzten Drittel stand zunehmend Andre Irrgang im Blickpunkt, der bei drei Strafzeiten gegen sein Team Höchstarbeit leisten musste. Doch gegen Ende der Begegnung machten auch die Leoparden nochmals mächtig Druck, ein Treffer wollte aber ebenso wie in der Verlängerung nicht gelingen. 

So ging es ins Penaltyschießen, wo Philipp Michl die Gladiators mit dem dritten Versuch in Führung brachte. Verteidiger Ladislav Hruska bewies jedoch Nervenstärke, und glich eiskalt noch einmal aus. Pavel Mojtek verlud im „Stechen“ daraufhin den Keeper der Erdinger gekonnt, und Füssens bester Spieler an diesem Abend, Torhüter Andre Irrgang, parierte den letzten Schuss und sicherte somit den Zusatzpunkt für den EV Füssen.

ml

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